BlackBerry: Datentransfer in Saudi Arabien nun eingestellt

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Wie erwartet hat Saudi Arabien sämtlichen Datenverkehr über BlackBerrys aufgrund von Sicherheitsbedenken abgeschnitten. US-Außenministerin Hillary Clinton versucht derweil, zu vermitteln.

Seit heute sind 700.000 BlackBerry-Nutzer in Saudi Arabien nicht mehr in der Lage, über ihr Gerät Instant Messaging zu betreiben, im Internet zu surfen oder E-Mails zu lesen und zu senden. Die Regierung Saudi-Arabiens hat 2 Provider angewiesen, diese Dienste nicht länger zu offerieren. Als Grund werden Sicherheitsbedenken angegeben. Über BlackBerrys versendete oder empfangene Daten werden über Server in Kanada geleitet und entziehen sich so einer Kontrolle der Behörden von Saudi Arabien. Dies sei laut deren Behörden nicht vereinbar mit den nationalen Telekommunkationsrichtlinien. Zunächst hieß es, dass nur das Instant Messaging untersagt werden soll, nun wurde das Verbot über sämtliche Datendienste verhängt.

US-Außenministerin Hillary Clinton möchte vermittelnd in den Streit eingreifen. An die Vereinigten Arabischen Emirate, die zum 11. Oktober ebenfalls eine Sperrung planen, richtete sie die Nachrichte, dass sie die Sicherheitsbedenken zwar verstehe, ein Zugang zu den BlackBerry-Diensten aber ein ebso berechtigtes Interesse sei. Auch zu Saudi Arabien und Indien, welches ebenfalls über eine Sperre nachdenkt, möchte man Kontakt aufnehmen.

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