Blackberry: RIM will Apps verbessern

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Selbst erfolgreiche Apps haben es auf dem Blackberry schwer, in Geld umgemünzt zu werden. Mit einer Reihe neuer Tools möchte Blackberry-Hersteller Research in Motion dies nun ändern.

In einem Bericht des Wall Street Journals (WSJ) zeigen sich mehrere Entwickler von Blackberry-Apps unzufrieden mit den Möglichkeiten, die ihnen RIM zur Vermarktung bietet. Widality, ein Unternehmen, das eine Telefonie-App über den App World Store anbietet, findet es beispielsweise sehr schwer, sowohl eine Demo- als auch eine kostenpflichtige Vollversion anzubieten. Das Blackberry-System erlaube es nicht, die Demoversion einfach upzugraden. Vielmehr müsse diese zunächst deinstalliert und die neue dann installiert und erneut mit allen Kontaktdaten gefüttert werden. Die Bezahlung erfolge dann außerhalb der App über Pay Pal. Marketing-Chef Terry Hughes sagte gegenüber dem WSJ, dass das Unternehmen kaum Geld verdiene, um zu wachsen, obwohl man eine der populärsten Blackbarry-Apps anbiete. Dies könnte sich ihm zufolge jedoch ändern, sofern RIM ein neues Bezahlsystem einführt, an dem gearbeitet werde.

Und tatsächlich will RIM seine App-Struktur modernisieren, so dass sie mit denen von Apple oder Google mithalten kann. Auf diesen System ist es spielend einfach, Apps zu aktualisieren und zu kaufen. Um diesen Stand ebenfalls zu erreichen, sollen in den kommenden Monaten zahlreiche neue Tools und Dienste eingeführt werden. Das neue Bezahlsystem soll Anfang nächsten Jahres eingeführt werden und verschiedene Abo-Modelle ermöglichen. So können zum Beispiel aus der App heraus einzelne Features freigeschaltet werden, die dann entweder pro Nutzung oder pro Monat abgegolten werden.

Ein weiteres Feature wurde vergangenen Monat freigeschaltet. Hier werden eingeblendete Werbeanzeigen auf gerade laufende Apps abgestimmt. Zumindest aus Marketingsicht ein nützliches Instrument. Im nächsten Jahr sollen dann noch neue Analysetools folgen, die es den Entwicklern erlauben einzusehen, wie die Applikationen genutzt werden. Ein weiteres Softwarepaket soll die Portierung von systemfremden Apps auf Blackberrys erleichtern.

Es bleibt abzuwarten, ob diese Offensive ausreicht, um die Entwickler wieder ins Boot zu holen. Schließlich sind technische Probleme nicht der einzige Grund, warum so viele auf andere Systeme wie iPhone oder Android setzen.

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