BP will mit Google Adwords von Berichterstattung ablenken

Bei Google oder Yahoo lassen sich Suchbegriffe reservieren. Sobald diese von einem Nutzer eingegeben werden, erscheint die vom Kunden gewünschte Seite ganz oben. Laut examiner.com hat BP-Pressesprecher Toby Odone die Anwendung dieser Praxis gegenüber ABC News bestätigt.

Kritiker behaupten nun, dass BP damit die reguläre Berichterstattung unterdrücken wolle. Sucht ein Nutzer nach dem Begriff oil spill bp, erscheint zu allernächst die offizielle Seite des Ölkonzerns, auf der der dieser seine Sicht der Situation darstellt.

Hier hat sich BP in den vergangenen Wochen wiederholt durch Desinformation hervorgetan. Immer wieder wurde falsche Zahlen genannt, wenn es um die Menge des austretenden Öls ging. Das Beiseiteschieben von unabhängigen Informationen im Netz erinnert auch ein wenig an das Gebahren des Konzerns, Berichterstattung vor Ort zu erschweren, in dem Reporter weggescheucht werden.

Dass im Netz eine Kampagne von oben herab oft fehlschlägt, zeigt die Gegenbewegung. In der Flickr-Gruppe GreenpeaceUK werden beispielsweise kreative Logoabwandlungen gesammelt, die von erbosten Nutzern eingestellt werden.

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