Bundeswehr startet Internetoffensive

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Bereits seit dem 29. Juli verfügt die Bundeswehr über einen eigenen YouTube-Channel, in dem allerlei Werbefilme gezeigt werden. Man wollte das Feld der Videobotschaften wohl nicht länger besoffenen Rekruten überlassen, die ihrer Langeweile mit reichlich Bier und Handykameras fröhnen.

Das Eingangsvideo zeigt, dass man etwa Großübungen oder neuestes technisches Gerät vorführen möchte:

Da YouTube-typisch derlei Material auch “kritische Stimmen” anlockt, die sich verbal nicht immer auszudrücken wissen, geht man allerdings in den Kommentarsektionen restriktiv vor. So lässt die Armee vermelden:

Liebe BW-Channel Nutzer,

leider zeigt die Erfahrung, dass die Nutzung der Kommentarfunktion, in der Anonymität des Netzes unter Missachtung der Grundregeln der Netiquette, immer wieder für strafrechtlich relevante Meinungsäußerungen missbraucht wird.

Daher haben wir uns dazu entschieden, Kommentare erst nach Sichtung durch die Redaktion freizugeben. Wir bitten Sie um Verständnis für diese Maßnahme, auch wenn dadurch Ihr Beitrag nicht unmittelbar veröffentlicht wird und freuen uns auf einen regen Gedankenaustausch mit Ihnen.

Danke für Ihr Verständnis ! (sic!)

Auch auf Flickr ist man nun präsent. Unter dem Nutzernamen “augustinfotos” (die PR-Stelle der Bundeswehr befindet sich in St. Augustin) finden sich Fotos aus nahezu allen Bereichen der Bundeswehr, wie fliegende Tornados, Soldaten mit Schwimmhilfen oder das Musikcorps. Widersprüchlich sind die Angaben zur Freigabe: Die Pressestelle versichert, dass die Bilder auch für die Medien genutzt werden dürfen, die gewählte Creative Commons-Lizenz, die eine Nutzung für kommerzielle Nutzung ausschließt, gibt dies jedoch nicht her. Laut taz haben schon erste Nutzer das Vorhaben angemeldet, unter dem Tag “Bundeswehrfotos” eigene Bilder, etwa von Blumen, einzustellen.

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