Bus ohne menschlichen Fahrer macht Testfahrt nach China

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Im Rahmen eines Forschungsprojektes des “Artificial Vision and Intelligent Systems” Labors der Universität Parma rollen zur Zeit vier Busse über eine Strecke von 13.000 km von Italien nach China. In drei Monaten sollen sie in Shanghai eintreffen.

Damit die Fahrt ohne menschliches Zutun funktioniert, sind die Testwagen bis zum Rand voll mit modernster Technik. An der Bus-Vorderseite registrieren vier Laserscanner und ein Stereo- und Panorama-Kamerasystem die Umgebung. Sie sollen Fahrbahnmarkierungen erkennen und Hindernisse, Löcher oder Bodenwellen identifizieren und das entsprechende Ausweichmanöver einleiten. Per GPS suchen die Busse ihren Weg, per Funk kommunizieren sie untereinander.

Die vier Busse fahren als Zweier-Paare. Im vorderen Bus sitzt ein Mensch, der im Notfall auch eingreift und Pannen oder Unfälle verhindert. Der hintere Bus rollt dem Vorderen nur nach, doch zur Sicherheit sitzt auch dort noch ein Mensch und überwacht die Reise. Der nachfahrende Wagen analysiert per Panoramakamera die Route des Vordermanns und rollt hinterher. Ist der vordere Bus außer Sichtweite, weil er beispielsweise um eine Straßenecke gebogen ist, schaltet der hintere Bus auf GPS-Betrieb um und kann dadurch ebenfalls Kurs halten. Die GPS-Daten bekommt er per Funk aus dem ersten Bus.

Die Busse fahren mit Solarenergie, im Notfall kann auf einen Benzingenerator umgeschaltet werden. Mehr als vier Stunden hält die Stromversorgung jedoch nicht, die Akkus müssen erst wieder aufgeladen werden, bevor es weitergehen kann.

Details zur Reise der autonom fahrenden Busse gibt es unter
www.IntercontinentalChallenge.eu

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