CeBIT 2011 - AMDs Zukunft liegt in der Fusion

Shu On Kwok

Der David auf dem Prozessor-Markt wird sich 2011 verstärkt um die Verschmelzung von CPU und Grafikeinheit kümmern. Die Zutaten dazu hat AMD im eigenen Sortiment. Neben den Prozessoren hat man mit den ATI Grafikprozessoren leistungsstarke Grafikeinheiten im Regal. Steckt man nun beides zusammen auf einen Chip, dann kommt dabei eine APU heraus. Wir sprachen mit John Taylor, seines Zeichens Director Fusion Marketing bei AMD, über die neuen  Fusion  x86 Prozessor kombiniert mit einem vollwertigem Grafikprozessor. Passend ist auch der Name AMD Fusion.

Die Zeiten der Trennung ist vorbei. Eine Grafikkarte und einen Prozessor soll man in AMDs Zukunftsplänen nur noch auf einem Chip wieder finden. Das nennt sich dann AMD Fusion. Seit einigen Monaten schon gibt es die ersten Schritte in diese Richtung, denn AMD hat mit den Single- oder Dual-Core-APUs der E- und C-Serie schon die ersten fusionierten Recheneinheiten im Angebot. Hersteller wie Acer, Toshiba oder Lenovo zeigten auf dem Stand von AMD schon fertige Netbooks oder gar Tablets mit den neuen APUs.

Die E- und C-Serie sind aber nur der Anfang, denn im mobilen Bereich soll es noch hoch hinausgehen. Mit der A-Serie will AMD auch die Fusion APU im Mittelklasse- und Highend-Notebook-Segment platzieren. Den Anfang wird der mobile Quad-Core mit Codenamen “Llano” sein. Laut John Taylor soll die APU sparsamer als Intels Sandy Bridge und besser im Multitasking sein. Mitte diesen Jahres werden Notebook Hersteller erste Produkte auf Basis von „Llano“ dann auf den Markt bringen. Um allen Technik-begeisterten auch die Leistungsfähigkeit von der neuen APU zu demonstrieren, hat AMD auch ein Video online gestellt, bei der ein AMD A8-3150MX-System gegen einen Intel Core i7-2630 QM antrat. Beide Systeme waren nahezu identisch ausgestattet und trotzdem soll AMDs System den Konkurrent in Sachen Performance und Stromverbrauch schlagen.

Mit der A-Serie wird es nun auch möglich sein die in der APU steckende Grafikeinheit mit einer dedizierten Grafikkarte von AMD/ATI zu kombinieren. Beide Grafikeinheiten arbeiten dann zusammen und können -noch mehr Frames aus Euren Spielen kitzeln. In der C- und E-Serie ist solch eine Kombination nicht möglich.

AMD wird die C-, E- und A-Serie in das Desktop-Segment bringen, was natürlich heißt, dass dies der Untergang für Athlon, Sempron, Turion und Phenom ist. Die schön klingenden Prozessornamen weichen nun einer Buchstaben- und Zahlenkombination. Persönlich finde ich es schade, denn man hat sich an die Namen gewöhnt und nun muss wieder neu gelernt werden. Aber CPUs heißen bei AMD auch nicht mehr CPUs, sondern APUs.

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