CeBIt 2011 in Hannover
Intels SATAgate war schon vor der CeBIT ein großes Thema. Ein Fehler im Cougar Point Chip sorgte im Februar dazu, dass Intel und seine Partner die Auslieferung der Platinen für den Intel Core i-Prozessor der zweiten Generation, Codename Sandy Bridge, stoppten. Wir waren bei Intel und dem Mainboard Hersteller Gigabyte, um zu erfahren wie der Stand der Dinge ist und was eigentlich das Problem ist.

Ein kleiner Rückblick für all die jenigen, die noch gar nichts von Intels SATA Problem gehört haben. Ende Januar gab Intel offiziell bekannt, dass es ein Problem mit dem für die SATA Ports zuständigen Chip Cougar Point gibt. Dieser Fehler betrifft aber nur die etwas langsameren SATA-300-Ports, nicht aber die beiden SATA-600-Ports. Außerdem soll der Fehler nur nach drei Jahren bei 5 Prozent der Fälle auftreten. Trotzdem stoppte Intel die Produktion.

Schnipp Schnapp und alles ist ok

Wir waren bei Intel und fragten noch einmal genauer nach, was genau die Ursache für den Fehler war. Christian Anderka von Intel verriet uns, dass ein winziger Transistor für SATA-300-Ports verantwortlich ist. Dieser Transistor wurde einer zu hohen Spannung ausgesetzt. Die höhere Spannung belastet den zu kleinen Transistor auf Dauer zu stark, weshalb die Abnutzung deutlich schneller als geplant einsetzt. Da es natürlich Toleranzen bei der Herstellung gibt, sind nicht alle Transistoren identisch. Hat man nun ein Mainboard in seinem Rechner, bei dem der eine Transistor an der unteren Schwelle der Toleranzgrenze liegt, verabschiedet sich dieser nach einer gewissen Zeit und Laufwerke verschwinden einfach aus dem System. Der Fehler ist aber erkannt und Intel konnte diesen durch Abtrennen des fehlerhaften Transistors beseitigen. Und das sogar ohne Nebenwirkungen. Die Produktion läuft jetzt wieder auf vollen Touren und die Mainboard Hersteller produzieren auch schon wieder Mainboards mit dem korrigiertem Chipsatz.

Hab ich einen, oder nicht?

Als Enduser ist man Egoist und will, dass der eigene PC immer rund läuft. Was muss man beachten, wenn man schon ein neues Sandy Bridge System hat? Bei Notebooks besteht kein Grund zur Panik. Alle Hersteller von Sandy Bridge Notebooks haben die Festplatten und optischen Laufwerke an den schnelleren und fehlerfreien SATA-600-Ports angeschlossen. Bei Komplett-Systemen oder wenn man sich ein Mainboard gekauft hat sieht es anders aus. Unter Zuhilfenahme des entsprechenden Handbuches sollte ihr nachschauen, an welchen SATA Ports die Laufwerke angeschlossen sind. Schaut nach, ob Ihr Laufwerke an den langsameren SATA-300-Ports habt. Ist das der Fall müsst ihr Euch an den Hersteller des PCs oder des Mainboards wenden. Viele von denen bieten anstandslosen Austausch an. Bastian Fröhlig, Pressesprecher von Gigabyte, sagt uns im Gespräch, dass Besitzer eines Gigabyte Serie 6 Mainboards sich auf einer Webseite für einen Austausch registrieren können und der Austausch wird von Gigabyte eingeleitet. Natürlich haben auch die anderen Hersteller wie ASUS, MSI und andere ähnliche Programme. Nähere Informationen findet ihr auf den jeweiligen Firmen Webseiten der Hersteller.

Auf der sicheren Seite: B3 Stepping

Wie wir schon erwähnt haben, hat Intel mittlerweile die Produktion des Cougar Point Chipsatz wieder aufgenommen und Mainboard Hersteller liefern auch schon die neuen fehlerfreien Mainboards aus. Falls ihr euch also ein neues Mainboard oder Komplettsystem in nächster Zeit kaufen wollt, dann achtet darauf, dass ihr ein B3 Stepping erwischt. Mainboardhersteller wie Gigabyte, Asus und MSI, kennzeichnen diese auf den Verpackungen und auf der Platine selbst mit dem Zusatz „B3“. Bei diesen Mainboards könnt ihr dann ohne Probleme alle SATA Ports verwenden.

Die Bug ist also Geschichte und man kann sich endlich auf die neuen Intel Sandy Bridge Systeme stürzen.

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