Command & Conquer: Tiberium Alliances - Gratis RTS direkt im Browser spielen

Philipp Süßmann
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Neben Warcraft hat C&C vor knapp 20 Jahren das Genre der Echtzeitstrategie quasi gegründet. Jetzt ist eine der größten Spieleserien zurück: Tiberium Alliances ist das erste Command & Conquer, das kostenlos und komplett im Browser gespielt werden kann. Ist der Kultreihe der Schritt zum Browsergame geglückt?

Command & Conquer: Tiberium Alliances - Gratis RTS direkt im Browser spielen

Ein Kult-Franchise wird zum Browsergame

Die Tesla-Spule, Kane und die Jagd nach dem Tiberium. Jeder, der sich in den letzten 20 Jahren für das Thema Computerspiele interessiert hat, kennt diese Begriffe. Ganz klar, Command & Conquer ist Kult. Der erste Teil der Saga “Command & Conquer: Der Tiberiumkonflikt“, welcher 1995 erschien, gilt als Meilenstein der Echtzeitstrategie und hat wesentlich dazu beigetragen, dieses Genre zu einem der beliebtesten auf dem PC-Spielemarkt zu machen. Der Krieg zwischen den rechtschaffenen GDI und der verschlagenen NOD-Bruderschaft tobt seitdem unerbittlich weltweit auf den Bildschirmen und hat etliche Nachfolger hervorgebracht. Ursprünglich wurde die Saga von dem Entwickler Westwood Studios entwickelt, welches Anfang der Neunziger Jahre mit Dune 2 das erste waschechte RTS (RealTimeStrategy)-Spiel herausbrachte. 2003 machte Westwood dicht, seitdem wird die Serie von anderen Studios des Publishers Electronic Arts weiterentwickelt.

Bei “Command & Conquer: Tiberium Alliances” hatte nun das deutsche Entwicklerstudio Phenomic die nicht ganz einfache Aufgabe, das C&C-Franchise in die Welt der Browergames zu überführen. Dafür haben die Entwickler aus Ingelheim bei Frankfurt das C&C-Spielprinzip ganz schön in die Mangel genommen. “Tiberium Alliances” spielt sich deutlich anders, als die bisherigen Ausgaben der Reihe.  Der Spieler errichtet eine Basis, setzt Erntemaschinen auf Rohstoffquellen ab und baut mit den geschürften Mineralien neue Gebäude, Soldaten oder Panzer. Soweit ist alles beim Alten, allerdings wurde das Tempo deutlich reduziert, der Bau einer Basis kann auch locker mehrere Stunden dauern.

Gefechte erfolgen jetzt im Gegensatz zu den früheren C&C-Spielen nicht mehr in Echtzeit. Man wählt das Ziel aus und lässt seine Einheiten angreifen. Das Spiel berechnet Angriffs- und Verteidigungskraft und ermittelt anschließend Sieger und Verlierer. Ob sich alteingesessene C&C-Fans mit diesem Ansatz, der das Spiel deutlich von seinen RTS-Wurzeln wegbewegt, anfreunden können, wird sich zeigen.

Schickes Browsergame, dessen Spielprinzip sich erst noch bewähren muss.

Ob “Tiberium Alliances” langfristig für Spielspass sorgen kann, muss die Zeit beweisen. Die ersten Schritte wirken erst einmal  vielversprechend. Ein nachvollziehbares Tutorial macht den Spieler mit den grundlegenden Spielelementen, wie Rohstoffabbau, Basisbau und Kampf, vertraut. Die Grafik erinnert an die frühen Command-&-Conquer-Titel und versprüht einen eigenwilligen Retro-Charme. Die Menüs sind recht intuitiv geraten, das Spiel soll auch auf HTML5-fähigen mobilen Endgeräten per Touchscreen komfortabel zu bedienen sein.

Um “Command & Conquer: Tiberium Alliances” spielen zu können, benötigt man nichts weiter als einen HTML5-fähigen Browser und einen Account beim EA-Dienst Origin (den man innerhalb einer Minute kostenlos eingerichtet hat). Ist beides vorhanden, muss man sich für eine der beiden Fraktion (GDI & NOD) entscheiden und schon kann man unter dieser Adresse in die Schlacht ziehen. Wir wünschen allen C&C-Fans viel Spaß beim Zocken!

 

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