Computex 2012: Asus präsentiert TAICHI und neue Transformer-Tablets

Holger Blessenohl
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Asus ist nicht erst seit “Erfindung” der Netbooks eines der innovativsten IT-Unternehmen weltweit. Mit der Transformer-Serie hat Asus die interessantesten Hybrid-Geräte zwischen Tablet und Net-/Notebook entwickelt. Auch auf der gerade laufenden Computex in Taipeh hat der taiwanesische Hersteller neue Hybrid-Geräte vorgestellt. Mit diesen verabschiedet sich Asus allerdings von Android, zumindest was das Betriebssystem angeht. Die neuen Ultra-/Note-/Netbook-Tablet-Hybridgeräte bekommen das neue Windows 8 unter die Haube.

Beginnen wir mit dem spannendsten Modell. Als 11,6″ oder 13,3″-Geräte wird das Asus TAICHI in den Handel kommen. Ob man das TAICHI als Tablet oder Ultrabook nutzt, hängt dabei vom Display ab. Von denen hat das Asus TAICHI nämlich gleich zwei, eins ganz normal auf der Vorderseite des Notebook-Deckels und ein zweites auf der Rückseite, also zugeklappt oben. Das Rückseiten-Display ist mit einem Touchscreen ausgestattet, sodass das TAICHI zugeklappt ein recht dickes Tablet ergibt. Aufgeklappt kann es wie ein Ultrabook verwendet werden. Beide Displays werden über dasselbe Windows 8-Betriebssystem gesteuert, welches die beiden Displays als zwei verschiedene Monitore anspricht. Zwischen beiden Displays kann man daher jederzeit wechseln, eine Synchronisierung der Daten ist nicht notwendig.

Asus Transformer Book
Bildrechte: Asus

Ein weiteres interessantes Hybrid-Modell, das sowohl als Ultrabook als auch als Tablet genutzt werden kann, ist das neue Transformer Book. Trotz des Android-Fans bekannten Namens, wird Windows 8 als Betriebssystem genutzt, auch auf dem Tablet. Von drei vorgestellten neuen Transformer-Tablets ist es das leistungsstärkste mit Intel Core i7-Prozessor. Das “weltweit erste wandelbare Ultrabook” zeichnet sich gegenüber den kleineren Transformer-Brüdern aber in erster Linie nur mit besserer Hardware aus, die eben den hohen Anforderungen eines “Ultrabooks” genügen. Die ebenfalls vorgestellten Asus Transformer 600 und Asus Transformer 810 laufen auf einem Nvidia Tegra 3- beziehungsweise einem Asus Atom-Prozessor. Das Asus Transformer Book wird in verschiedenen Display-Größen von 11,6″, 13″ oder 14″ angeboten, Kunden können zwischen HDD-Festplatte oder robuster SSD wählen, außerdem gibt es 3 GB DDR3-RAM und USB 3.0.

Schließlich hat Asus auf der Pressekonferenz noch einen AIO-Computer (All-in-One) mit Touchscreen vorgestellt, der mit einem 18,4″ großen Display für ein Tablet etwas zu groß geraten ist. Der Bildschirm des Transformer AIO kann – wie von Transformer-Geräten gewohnt – aus der Tastatur gehoben und wie ein Tablet verwendet werden. Allerdings darf man sich dabei nicht zu weit der Basis-Station entfernen, von der über eine WLAN-Verbindung die Daten gesendet werden.

Für alle, die auf den neuen Transformer-Geräten Android vermissen, hat Asus noch ein Trostpflaster. Alle Windows 8-Geräte werden standardmäßig Bluestacks vorinstalliert bekommen. Bluestacks ist ein Android-Emulator für Windows, damit können auf den W8-Transformern also neben allen Windows 8-Apps auch sämtliche Android-Apps nach wie vor genutzt werden. Allerdings ist der Bluestacks App-Player nicht umsonst, sechs Monate lang kann man ihn aber erst einmal testen.

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