De-Mail verklagt E-Postbrief

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Der Streit zwischen United Internet/Telekom und der Deutschen Post um die behördenfeste E-Mail wird vor Gericht ausgetragen. Die De-Mail-Macher werfen der Post vor, ihr Projekt auf mehreren Ebenen zu sabotieren.

Insbesondere werfen die Deutsche Telekom und United Internet der Post vor, die De-Mail nicht zum Postident-Verfahren zuzulassen. Postident ist eine von der Deutschen Post angebotene Methode der Identitätsprüfung, die vor allem zur Altersverifikation bei Paketversendung oder zur Verhinderung von Geldwäsche bei Bankgeschäften eingesetzt wird. Die Post möchte dieses Verfahren auch beim E-Postbrief einsetzen. Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche teilte ein ungenannt bleibender Sprecher mit: “Wir torpedieren nichts, aber wir stehen ja bald im Wettbewerb zueinander”. Da das Postident-Verfahren marktbeherrschend ist, sehen Telekom und United Internet hier eine Ausnutzung der Monopolstellung und haben die Deutsche Post vor dem Landgericht Köln verklagt.

Die Post habe laut der Süddeutschen Zeitung der Telekom den Postident-Vertrag gekündigt und will bei einer Neuschließung die Nutzung für die De-Mail explizit ausschließen. Auch auf anderer Ebene werfen United Internet und Telekom der Post Sabotage vor. So soll die Post Sicherheitsbedenken bei der De-Mail selbst gestreut haben. Hinter den Verzögerungen bei der De-Mail sieht man laut heise.de außerdem politische Schwierigkeiten, die durch massive Lobbyarbeit der Post zustandekommen.

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