Der beste Browser für Android: Dolphin Browser HD im Test

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Auf Android-Smartphones war ein wirkliches Surfvergnügen bisher nur eingeschränkt möglich. Der Standardbrowser ist  langweilig und recht umständlich zu bedienen, konnte aber zumindest durch seine Kompaktheit und Schnelligkeit die namhafte Konkurrenz von Firefox, Skyfire, Opera und Co. immer noch ausstechen. Nachdem ich bei dem nervtötenden Versuch, die Lesezeichen zwischen meinen drei zu unterschiedlichen Zwecken installierten Browsern synchronisiert zu halten, fast gestorben wäre, bin ich auf den höchst erfreulichen Dolphin Browser HD gestoßen. Seitdem brauche ich keinen anderen mehr.

Der Dolphin Browser HD überzeugt durch Schnelligkeit, seine durchdachte, intuitive Bedienbarkeit und eine Fülle von Funktionen, optionalen Add-ons wie auch der Möglichkeit, das Erscheinungsbild zu personalisieren.

Zunächst einmal fällt auf, dass er mit 3,46 MB deutlich weniger Speicherplatz belegt als die Konkurrenz (zum Vergleich: Opera 20,5 MB, Fennec gar 25 MB). Ist er deswegen schlechter, kann er einfach weniger, ist er gar hässlich? Mitnichten! Die schicke und übersichtliche Oberfläche kann sich im Vergleich zur Konkurrenz wirklich sehen lassen. Alle wichtigen Funktionen eines Browsers wie z.B. das Öffnen neuer Tabs, die Rückkehr zur Startseite, das Neu-Laden der aktuellen Seite bzw. der Abbruch des Ladevorgangs sind sofort verfügbar.

Auto-Completion und Steuerung durch Gesten

Selbstverständlich beherrscht der Dolphin Browser ein flüssiges und präzises „multi-touch“. Da das Tippen auf den meisten Smartphones aber weiterhin eine recht umständliche Übung für das Fingerspitzengefühl darstellt, ist die „Auto-Completion“ Funktion, mit der URLs aus dem Verlauf und den Lesezeichen automatisch ergänzt werden, eine wirklich sehr angenehme und hilfreiche Erleichterung. Zudem ist es möglich, beliebige Gesten mit Befehlen zu verknüpfen, mit denen der Browser dann noch schneller zu bedienen ist bzw. ein direkter Zugriff auf bestimmte Seiten hergestellt werden kann (z.B. ein schnell dahin geschmiertes „L“ öffnet automatisch loadblog.de)…

Für die schnelle und effiziente Suche im Netz ist das Öffnen und Laden von Seiten im Hintergrund bzw. in neuen Tabs unerlässlich. Mit dem Dolphin Browser lassen sich spielend leicht bis zu acht Tabs gleichzeitig öffnen: man muss nur einen Link etwas länger anwählen und die entsprechende Option auswählen (alternativ kann man einen Link so auch zu den Lesezeichen hinzufügen, speichern, weiterleiten, kopieren, etc.). Zwischen den geöffneten Tabs kann man elegant hin und her „sliden“ oder aber bequem per Lautstärke-Taste umschalten.

Slippin’ and Slidin’

Wirklich überzeugend aber ist, dass man Lesezeichen und Toolbar nicht nur über das Hauptmenü anwählen kann, sondern durch einen einfachen „Slide“ nach links bzw. rechts angezeigt bekommt. Die Lesezeichen, die nach Belieben umbenannt, in ihrer Reihenfolge und ihrem Erscheinungsbild verändert werden können, finden sich dann in einer übersichtlichen Side Bar angeordnet.

Über die Toolbar kann man erweiterte Einstellungen zu Darstellung, Bedienung, Speicherorten und auch der Datensicherheit vornehmen, in den Vollbildmodus schalten, Websites im HTML-Format abspeichern oder das ohnehin gelungene Erscheinungsbild des Browsers mit unterschiedlichen Themes personalisieren. Vor allen Dingen aber erhält man hier Zugriff auf eine Fülle verschiedener Add-ons, um die man den Browser erweitern kann.

Tools, Themes und Add-ons

So gibt bereits jetzt Adblocker, Passwort Manager und Tools, um die Lesezeichen auf der SD-Karte zu sichern, Screen Shots von Websites zu erstellen oder diese direkt als PDF-Dateien abzuspeichern, um sie auch offline betrachten zu können. Es ist davon auszugehen, dass schon bald weitere dazukommen werden. Der Dolphin Browser erkennt zudem selbstständig RSS-Feeds, die sich mit dem Google Reader synchronisieren lassen. Unter Android 2.2. soll dann endlich auch die Wiedergabe von Flash-Videos möglich sein.

Und schließlich ist es auch sehr nützlich, dass der Dolphin Browser sich in der Tat “schließen” lässt. Das ist nicht ganz unwichtig bei Mobilfunkverträgen mit begrenzten Datenvolumina, denn ein unbemerkt im Hintergrund laufender Browser lädt ja unter Umständen fröhlich weiter irgendeinen Quatsch herunter. Dass man beim Schließen auch noch vorbildlich gefragt wird, ob Cache und Verlauf gelöscht werden sollen, ist eine datenschutztechnische Beruhigungspille, die uns Smartphone-Besitzer zwar auch nicht mehr retten wird, zumindest aber zeigt es, dass sich immerhin unser Browser Mühe gibt.

Kostenloser Download Dolphin Browser HD
DER Browser für Android-Liebhaber

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Bilder: Dolphin Browser


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