Deutsche sind ihren Passwörtern treu

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Die stets als fleissig geltenden Deutschen erweisen sich als faul, was ihre Passwörter angeht.40 Prozent ändern diese nie, 8 Prozent nur alle paar Jahre. Der Branchenverband BITKOM rät zum vierteljährlichen Wechsel.

Im Auftrag der BITKOM hat das Umfrageinstitut Forsa 1003 Personen telefonisch nach ihrem Passwortverhalten gefragt. Ein Großteil der Befragten erwies sich hierbei ihren Passwörtern als äußerst treu Nur 17 Prozent, also rund jeder sechste, beherzigt die Empfehlung, das Passwort wenigstens vierteljährlich zu wechseln. Prof. Dieter Kempf vom Präsidium der BITKOM: „Viele Deutsche
leben nach dem Motto: Ein gutes Passwort hält ein Leben lang. Bei Passwörtern
zahlt sich Treue nicht aus – die wichtigsten Passwörter sollten alle
drei Monate geändert werden.“

Laut BITKOM versuchen Kriminelle verstärkt, an die digitalen Identitäten der Nutzer zu kommen, zum Beispiel Benutzerkonten in Firmen, private E-Mail-Accounts, Konten bei Internetshops, Auktionshäusern oder Banken. Begehrt sind auch die Konten in sozialen Netzwerken wie Facebook, MaSpace oder Xing.

Kempf weiter: „Private Nutzer und
Unternehmen sind gleichermaßen gefordert. Die Firmen sollten die PCs
ihrer Mitarbeiter so einstellen, dass Kennwörter regelmäßig geändert
werden müssen. Zudem sollte es Vorgaben zur Mindestlänge und dem
Schwierigkeitsgrad des Passwortes geben.“ Man sollte vor allem auf schwer knackbare Passwörter achten, einfache Zahlenfolgen oder Vornamen reichen nicht aus. Eine Mischung aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen ist dafür recht sicher. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen klappt dies schon recht gut, diese sind sensibilisierter als Ältere. Dort sind es 27 Prozent, die ihr Passwort quartalsweise ändern.

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