Keine Zensur! Deutsche Verleger schreiben an Apple

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Wie Heise unter Berufung auf dpa berichtet, haben sich die deutschen Verleger zusammengetan und bereits am 15. März 2010 einen Brief an Apple geschrieben. Darin fordern sie zu Änderungen bei der Zensurpolitik auf: "Wir leben in einer multikulturellen Welt. Das bedeutet, dass Inhalte, die in einem Land völlig akzeptabel sind, in einem anderen als ungeeignet erscheinen können", zitiert heise. In der Vergangenheit musste die Bildzeitung akzeptieren, dass ihre sehr leicht bekleideten Models Anstoß fanden. Auch beim Stern wurde eine Fotostrecke zensiert. Die Verleger fordern daher, dass die Apps und ihre Inhalte nicht von Cupertino aus für alle Länder weltweit gewertet werden sollten. Cupertino ist Apples Hauptsitz in den USA.

Der Erfolg des iPads heizt die Diskussion erneut an. Die deutschen Zeitschriftenverleger erhoffen sich vom iPad als neue Plattform die Möglichkeit, ihre Inhalte online zu vertreiben und die Nutzer dafür bezahlen zu lassen. Problematisch sei jedoch, dass die Anbieter dieser Plattformen immer wieder in die Inhalte eingreifen würden.

Mit Unbehagen beobachten die Verleger noch eine weitere Entwicklung: Sie sehen sich zu bloßen Informationslieferanten degradiert, während die Plattformanbieter wie Google und Apple die Rolle von Medienhäusern übernehmen und kräftig an der Werbung verdienen würden.

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