Disney beschließt das Ende für LucasArts

Martin Maciej
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Die Spieleschmiede LucasArts galt vor allem in den Neunziger Jahren als Aushängeschild der Spieleindustrie. Insbesondere die klassischen Point & Klick-Adventures wie die Monkey Island-Serie, die Computerumsetzung der Indiana Jones-Reihe, aber auch alle Star Wars-Spiele, die ihren Weg auf heimische Computer und Konsolen gefunden haben, machten die Besonderheit von LucasArts aus. Nun haben die neuen Unternehmer aus dem Hause Disney beschlossen, das Kapitel LucasArts zu beenden.

Disney beschließt das Ende für LucasArts

Walt Disney hatte vor rund einem halben Jahr vier Milliarden Dollar auf den Tisch geblättert, um die für die „Krieg der Sterne“-Saga verantwortliche Firma LucasFilm von Produzent George Lucas zu erwerben. Zum eingekauften Paket gehörte hierbei auch die Games-Sparte, LucasArts. LucasArts hatte der Spielewelt in vergangener Zeit genreübergreifend Releases beschert, die zu ihrer Zeit bahnbrechend waren und bis heute auf eine große Fangemeinde zählen können. Beinahe die gesamte Belegschaft mit 150 Leuten wird bei der Schließung von LucasArts entlassen.

LucasArts – Schöpfer vieler Spieleklassiker wie Indiana Jones und Monkey Island

Einige Klassiker der Vergangenheit werden dabei durch Remakes von Fans weitergeführt oder werden von großen Firmen mit Erfolg fortgesetzt. Zu den Remakes aus der Spielergemeinde gehört zum Beispiel die Fortsetzung der Indiana Jones-Adventurereihe mit dem Spiel Fountain Of Youth oder Die neuen Abenteuer des Zak McKracken. Im großen Stil werden LucasArts Games z. B. in der neuen Monkey Island-Reihe von Telltale Games oder in der Fortsetzung des RPGs Star Wars: Knights Of The Old Republic im Free2Play-Spiel Star Wars: The Old Republic auf den Monitor zurückgebracht.

Die Abenteuer von Guybrush Threepwood in Monkey Island-Reihe von LucasArts gehören zu den Meilensteinen der PC-Games-Geschichte

Die Abenteuer von Guybrush Threepwood in Monkey Island-Reihe von LucasArts gehören zu den Meilensteinen der PC-Games-Geschichte

Neue Star Wars-Spiele durch Lizenzierungsmodell

Das Ende von LucasArts bedeutet jedoch nicht, dass die Zocker der Welt zukünftig keine Star Wars-Spiele mehr auf dem Bildschirm erleben dürfen. Während Disney ankündigt, die Star Wars-Saga auf der Kino-Leinwand in mehreren Episoden eigenständig weiterführen zu wollen, sollen auf „Krieg der Sterne“-basierende Spiele zukünftig per Lizenzierung von externen Entwicklern produziert werden.

Wie es mit den bereits in der Entwicklung befindlichen Star Wars Games 1313 und dem Shooter Star Wars: First Assault weitergeht, ist noch ungewiss. Aktuell wird die Entwicklung der beiden Spiele eingestellt, denkbar ist jedoch, dass sich andere Spielestudios der Weiterentwicklung der Spiele annehmen.

Wer zu Ehren von LucasArts seine alte Spielesammlung auf aktuellen Computern wieder aufleben lassen will und z. B. die Abenteuer von Guybrush Threepwood in Monkey Island noch einmal erleben möchte, kann dies mit dem kostenlosen ScummVM Download tun.

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