E-Mail: Große Generationenlücke bei der Nutzung

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Es ist zwar nicht sehr überraschend, aber interessant, dazu auch mal ein paar Zahlen zu haben: Bei Jugendlichen kommt die E-Mail immer weniger an, Ältere zeigen sich nutzungsfreudiger als je zuvor.

New York Times-Blogger Matt Richtel hat sich die E-Mail-Statistiken des Analysten comScore einmal genauer angesehen. Diese zeigen, dass bei der Nutzung der E-Mail eine große Generationenlücke klafft. Für Jugendliche scheint diese in Zeiten von Instant Messaging, SMS und sozialen Netzwerken kaum noch eine Rolle zu spielen. Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren verbrachten im vergangenen Jahr 48 Prozent weniger Zeit auf den Mailportalen von Yahoo und Hotmail. Einschränkend muss jedoch auch erwähnt werden, dass E-Mail heute auch oft von Smartphones verfasst werden und diese nicht berücksichtigt sind. Eine Tendenz sollte jedoch eindeutig zu erkennen sein.

Auch alle anderen Altersgruppen bis zu den 54-jährigen verzeichen Rückgänge bei der E-Mail-Nutzung. Bei den Älteren jedoch bewegen sich die Zahlen wieder im positiven Bereich. Bei den 55-64-jährigen kommt man auf plus 15 Prozent, bei den Menschen ab 65 auf plus 17 Prozent. comScore-Analyst Andrew Lipsman glaubt, dass dies damit zusammenhängt, dass die älteren Semester das Internet gerade für sich erschließen. E-Mail ist oft der Startpunkt, da dieses noch recht formell funktioniert und nah am herkömmlichen Brief ist.

Weitere Zahlen belegen auch, dass die E-Mail-Nutzung nicht nur vom Alter abhängt, sondern auch situationsbedingt ist. Auf der Arbeit wird E-Mail viel häufiger verwendet als Instant Messaging. An letztem stört Angestellte dabei wohl die ständige Erreichbarkeit, was die Produktivität hemmt. Teenager wiederum haben weniger Verantwortung und mehr Zeit. Außerdem wachsen sie als “Digital Natives” auf, welche es gewohnt sind, ständig online zu sein. Die E-Mail wirkt dabei schon langsam und umständlich.

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