eco: Hohe Löschquote von Kinderpornographie

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Der Verband der Internetwirtschaft in Deutschland (eco) gibt bekannt, bei seinen Bemühungen um die Löschung kinderpornographischen Materials im Internet äußerst erfolgreich zu sein. Innerhalb Deutschlands gehostetes Material sei noch am Tag der Meldung offline, international innerhalb einer Woche.

In einer Pressemitteilung teilt eco mit, dass man im vergangenen Jahr insgesamt 656 Hinweise auf kinderpornographisches Material an deutsche Provider oder internationale Teilnehmer des INHOPE-Projektes (International Association of Internet Hotlines) weitergegeben habe. 652 davon seien mittlerweile abgeschaltet, so dass eine Erfolgsquote von 99,4 Prozent erreicht werden konnte. Zwei der übrigen Meldungen erwiesen sich der Mitteilung nach als Fehlalarm, ein weiterer konnte nach einem Transferversuch des Materials aus Kanada letztendlich in den USA abgeschaltet werden. Die Bearbeitung des letzten Falles fiel in den Meldezeitrum und wurde deswegen nicht berücksichtigt.

Von den gemeldeten Fällen fielen 448 in den Zuständigkeitsbereich der eco-Beschwerdestellen, 208 bezogen sich aufs Ausland, so dass diese an INHOPE weitergereicht wurden. Oliver Süme von eco erteilt der Notwendigkeit von Netzsperren eine Absage: „Manchmal hört man noch die falsche Behauptung, im Ausland gehostete Inhalte ließen sich nicht löschen. Ganz im Gegenteil können wir diese Bilder immer schneller abschalten lassen, egal wo sie lagern. Denn kein Land der Erde will sich nachsagen lassen, es biete einen Hafen für Kinderpornographie.“

Nach dem Ressortwechsel der ehemaligen Familienministerin Ursula von der Leyen ins Sozialministerium und einer Weigerung des ehemaligen Bundespräsidenten, ein entsprechendes Gesetz zu unterschreiben, ist es in Deutschland eher ruhig um das Thema Netzsperren geworden. Auf EU-Ebene brodelt das Thema unter dem Vorhaben, Kinderpornographie im Internet zu unterbinden, dennoch weiter. Ob sich die Politiker von den Zahlen beeindrucken lassen, bleibt abzuwarten.

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