eFuse: Android-Handy Motorola Droid X wird bei Modifikationsversuch unbrauchbar

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Das Droid X ist der Nachfolger des auch hierzulande erfolgreichen Motorola Milestone und ist seit heute in den USA über den Mobilfunkanbieter Verizon verfügbar. Mit einem so genannten eFuse-Chip stellt Motorola sicher, dass Nutzer sich auf ihrem Droid X keine Custom ROMs installieren. Nutzer p3droid des Forums mydroidworld erklärt, wie das technisch funktioniert. So überprüft der eFuse-Chip beim Booten des Telefons, ob die Information vom Bootloader zutreffen und ein "offizielles" Betriebssystem geladen werden soll. Falls dem nicht so ist, geht der Bootprozess nicht weiter und das Handy wird "gebrickt", ist also dauerhaft nicht mehr verwendbar.

Dieser Prozess ist zwar durchaus umkehrbar, allerdings kann das Telefon nur von Motorola selbst wiederhergestellt werden, mutmaßlich erlischt dabei jedoch die Gewährleistung.
Hauptauswirkung der Maßnahme ist, dass man keine von findigen Android-Fans zusammengestellten neue Android-Versionen auf dem Telefon mehr installieren kann. Wer also die Anpassungen von Motorola nicht mag oder in Zukunft auf eine vom Hersteller nicht mehr unterstützte neue Android-Version updaten will, schaut mit dem Droid X in die Röhre.

Von Google selbst ist bekannt, dass die Firma am liebsten jedem Nutzer
Root-Zugang für die Handys zugestehen würde, nur die Hardwareproduzenten
stellen sich bis dato quer. Motorola bringt nun eine neue Qualität in
die Diskussion. An diesem Beispiel zeigt sich, dass die Entscheider bei Motorola das Konzept der Offenheit von Android, vor allem in Kontrast zu Apples iPhone, offenbar vollständig missverstehen. Es bleibt zu hoffen, dass Motorola die eigene Taktik überdenkt und den Nutzern die Rechte zugesteht, die für ein gekauftes Produkt eigentlich gelten müssten: Das der Entscheidungsgewalt darüber, wie ein rechtmäßig gekauftes Telefon genutzt und was darauf installiert wird.

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