Electronic Arts zum schlechtesten Unternehmen Amerikas gekürt

Martin Maciej
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Der zweitgrößte Publisher der Welt, Electronic Arts, konnte seinen Titel verteidigen. Im Normalfall ein Grund zur Freude, hier aber handelt es sich um die Auszeichnung als „schlechtestes Unternehmen Amerikas“. Initiiert wurde die Wahl durch den Online-Blog The Consumerist. Insgesamt 78 % der Teilnehmer stimmten dabei auf den Publisher, der unter anderem für die Veröffentlichungen der Spiele-Serien FIFA, Battlefield oder Sims verantwortlich ist.

Electronic Arts zum schlechtesten Unternehmen Amerikas gekürt

Electronic Arts konnte sich in der Missgunst der abstimmenden User dabei gegenüber mehr als 30 weitere Firmen durchsetzen, darunter das Telekommunikationsunternehmen AT&T oder auch den Social Media-Riesen Facebook. In der abschließenden Abstimmung setzte sich Electronic Arts mit 78 % der Wählerstimmen gegen die Bank Of America durch.

Erst kürzlich ist EA mit der Veröffentlichung der beliebten Städtebau-Simulation Sim City in das Kreuzfeuer der Kritik geraten. Insbesondere der Zwang zur Online-Anbindung hat das Spiel in ein schlechtes Licht gerückt. In den ersten Tagen nach dem Release des Spiels war es vielen Spielern nicht möglich, ihre Traumstadt in Sim City aufzubauen, da die Server dem massenhaften Ansturm der Gamer nicht gewachsen waren.

Veröffentlichungspolitik und mangelnder Support machen EA zum schlechtesten Unternehmen Amerikas

Einen weiteren Grund für die Kritik an EA stellt die Veröffentlichungspolitik des Publishers dar. Viele Spiele kommen nach Ansicht der Gamer zu früh oder nicht fertig entwickelt auf den Markt und werden erst nach Release mittels Updates und Patches fertiggestellt. Auch die regelmäßige Veröffentlichung von Spiele-Marken ist ausschlaggebend für die negative Meinung über EA. Viele beliebte Serien werden in lieblosen Umsetzungen im Jahres-Rhythmus auf den Games-Markt geworfen, ohne großartige Verbesserungen oder neue Features zu integrieren.

Zu guter, bzw. schlechter Letzt wird EAs Strategie, sich auf den Free2Play-Markt zu konzentrieren als Ursache für das miese Abstimmungsergebnis, das EA zum schlechtesten Unternehmen Amerikas kürt, erwähnt. Viele dieser Spiele, z. B. das Star Wars MMORPG The Old Republic locken mit der Möglichkeit, diese gratis nutzen zu können. Um jedoch essentielle Spielfunktionen nutzen zu können oder einen angemessenen Spielfortschritt zu erzielen, ist man auf den Kauf von Zusatzinhalten über In-Game-Käufe oder Mikrotransaktionen angewiesen.

Zum zweiten Mal hintereinander kann Electronic Arts die Wahl als "Worst Company in America" gewinnen (Quelle: consumerist.com)

Zum zweiten Mal hintereinander kann Electronic Arts die Wahl als “Worst Company in America” gewinnen (Quelle: consumerist.com)

Trotz der Wahl als „Worst Company Of America“: EA Games immer noch beliebt

Ob und wie Electronic Arts auf die erneute Wahl als „Worst Company In America“ reagieren wird und ihre Strategie anpassen will, ist noch nicht bekannt. Chief Operating Officer Peter Moore gelobt, dass man sich „bessern kann und wird“. Obwohl EA dauerhaft in der Kritik steht und regelmäßig den Unmut der Games-Gemeinde auf sich zieht, werden Spiele aus dem Hause Electronic Arts immer noch konsequent und gerne gekauft. Unter den Amazon-Games-Bestsellern für PC aus dem Jahr 2012 finden sich unter 28 Spielen insgesamt elf von Electronic Arts, bzw. EA Sports veröffentlichte Spiele, z. B. Die Sims 3, Battlefield oder FIFA 13.

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