Facebook ermöglicht Umwandlung normaler Profile in Fanseiten - Wir zeigen, wie ihr eure Daten sichert

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Es ist so typisch: Eben ist man noch ein normales, 13-jähriges Mädchen mit gerade einmal 576 Freunden auf Facebook, schon hat man einen viralen Videohit und kratzt an der 5.000-Freunde-Marke. Mehr lassen normale Profile nämlich nicht  zu. Was tun, fragt ihr euch natürlich. Zum Glück bietet Facebook seit heute die Möglichkeit, private Profile in Fanseiten umzuwandeln. Dabei gehen derzeit noch allerhand Informationen verloren. Wir zeigen euch, wie ihr eure Pinnwandeinträge, Veranstaltungshinweise und andere Daten vorher sichert.

Eine eigene Fanseite zu haben, bietet neben potentiell unendlich vielen Fans noch zahlreiche weitere Vorteile. So lassen sich zum Beispiel Nutzerstatistiken einsehen oder externe Apps einbinden. Ein beeindruckendes Beispiel dafür ist die Fanseite der Manchester Libraries. Hier lässt sich über den Facebook-Auftritt sogar der Onlinekatalog der Bibliothek durchsuchen. Auch Flickr-Gallerien können hier durchsucht werden.

Umwandlung eines privaten Profils in eine Fanseite

Es kann aber auch ganz andere Gründe geben, ein privates Profil in eine Fanseite umzuwandeln: Laut Facebook-Richtlinien ist es Unternehmen und Institutionen sogar untersagt, als Privatperson aufzutreten. In der Vergangenheit hatte Facebook immer wieder das Problem, dass private Profile für Werbezwecke eingerichtet wurden. Facebook behält sich vor, solche Profile zu löschen. Insofern wäre nun der richtige Zeitpunkt, umzuziehen.

Die Verwandlung in einen Star geht spielend einfach.

Dazu bietet Facebook angemeldeten Nutzern auf dieser Seite die Möglichkeit. Es ist auch überhaupt nicht schwer. Zunächst entscheidet man sich in einer der Oberkategorien, ob es sich um ein Unternehmen, einen Ort, eine Marke, eine Person oder ähnliches handelt. Dann kann man noch eine Unterkategorie anwählen. Bei einer Person gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, sich als Politiker, Musiker, Monarch(!) oder auch einen weniger ruhmreichen Beruf wie Lehrer oder Redakteur (*seufz*) zu registrieren. Hier erhält man auch noch einmal die Möglichkeit, seinen Namen zu ändern. Nach der Zustimmung zu den Facebook-Richtlinien geht es auch schon los.

Sicherung der persönlichen Daten

HALT! Wandelt man sein Profil um, gehen an dieser Stelle fast alle Informationen flöten. Lediglich das Profilbild und die Freunde werden übernommen, welche fortan als Fans fungieren (eine nach wie vor unglückliche Wortwahl, nicht jeder ist automatisch Fan, nur weil er über ein Produkt auf dem Laufenden gehalten werden möchte).

Facebook bietet jedoch auch die Möglichkeit, die persönlichen Daten zu sichern. Dazu zählen

  • eure Profilinformationen (z.B. eure Kontaktdaten, Interessen, Gruppen)
  • Pinnwandeinträge und Inhalte, die ihr und eure Freunde in eurem Profil gepostet haben
  • Fotos und Videos, die ihr in eure Konten hochgeladen habt
  • eure Freundeslisten
  • Notizen, die ihr verfasst habt
  • Veranstaltungen, für die ihr zu- oder abgesagt habt
  • Nachrichten, die ihr versendet und erhalten habt
  • jegliche Kommentare, die ihr und eure Freunde an eure Pinnwandeinträgen, Fotos und anderen Profilinhalten hinterlassen habt

Um dort hin zu gelangen, geht ihr auf die Kontoeinstellungen, dort auf den Punkt “Lade deine Informationen herunter” und klickt daneben auf “mehr dazu”. Danach klickt ihr auf “Herunterladen”. Nach einem Warnhinweis wird der Prozess gestartet Dieser dauert einige Zeit, und hinterher muss man noch einmal seine identität verifizieren – schließlich handelt es sich bei dem Paket um höchst vertrauliche Daten. Nach Abschluss erhält man eine Email, in der auf Fertigstellung hingewiesen wird. Am Ende erhält man eine .zip-Datei, in der die Dateien in einem browsefähigen Format vorliegen.

Noch zwei Hinweise: Diese Daten lassen sich nicht automatisch in die neue Fanseite re-integrieren. Gewünschte Informationen müssen händisch wieder eingegeben werden. Das Backup dient wirklich nur dazu, dass die Daten nicht gänzlich verloren, sondern zumindest noch auf dem heimischen Rechner vorhanden sind.

Und: Man sollte es vermeiden, sein privates Profil testweise umzuwandeln, nur weil es geht. Ist die Seite erst einmal eine Fanseite, ist dies nicht mehr rückgängig zu machen. Und vielleicht nimmt es nicht jeder Freund locker, von nun an als euer Fan bezeichnet zu werden.

Zum Weiterlesen: Weitere Tipps und Tutorials haben wir in unserem Facebook-Special zusammengestellt.

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