Facebook führt neue Timeline ein

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Es ist soweit! Das angekündigte Redesign Facebooks wird langsam ausgerollt. Zunächst ist das andere Ende der Welt dran, der Rest soll zeitnah folgen.

Facebooknutzer sollten sich langsam an den Gedanken gewöhnen, dass bald nichts mehr so sein wird, wie es war. Im September kündigte das soziale Netzwerk an, ein komplettes Redesign vorzunehmen. Die neue Optik wurde anfangs nur für Entwickler freigeschaltet (und war nur über Umwege für den Ottonormalnutzer zugänglich), damit diese ihre Anwendungen anpassen können. Nun geht das neue Facebook aber endgültig live. Facebooks Samuel W. Lessin gibt im Blog bekannt, dass zunächst nur Neuseeland die neuen Funktionen zu sehen bekommt – der Rest der Welt soll jedoch zeitnah folgen. Ob dies nun Tage oder Wochen heisst, ist jedoch unklar.

Im Blogeintrag gibt Lessin noch einmal einen Abriss der bisherigen Design-Geschichte Facebooks, um dann zu den neuen Funktionen überzuleiten. Die Pinnwand wird dabei im Wesentlichen durch die so genannte Timeline ersetzt. Sinn ist es, auch weit zurückliegende Ereignisse leichter auffinbar zu machen. Die Pinnwand hatte den Fokus auf kürzliche Ereignisse, so dass vieles nach einer kurzen Weile im Datennirvana verschwand (wobei die Daten – wir reden von Facebook – natürlich nie wirklich verschwinden. Sie sind nur den Nutzer nur praktisch unauffindbar). Unter einem großen frei wählbaren Foto, sozusagen dem Deckblat des persönlichen Albums, finden sich Ereignisse, Posts, Fotos und mehr in chronologischer Reihenfolge. Welche Daten gezeigt werden, kann der Nutzer bestimmen, ebenso kann er besondere Ereignisse hervorheben und hat in seinem privaten Activity Log Zugriff auf alle jemals in der Vergangenheit getätigten Aktivitäten. Diese können im Nachhinein in die Timeline eingefügt werden.

Kritisch wird dabei vor allem die enge Verzahnung mit dem “Open Graph” gesehen. Wer bestimmte Apps auf Facebook aktiviert, lässt automatisch generierte Nachrichten in seiner Timeline zu. Wer zum Beispiel die App einer Nachrichtenseite aktiviert, informiert seine Freunde automatisch darüber, welche Artikel er zuletzt gelesen hat.

Für ein wenig Trubel sorgte an diesem Vormittag auch eine Sicherheitslücke auf Facebook. Wer ein Profil als anstößig gemeldet hat, wurde aufgefordert, im Profil der gemeldeten Person nach weiteren anstößigen Bildern zu suchen. So hatten Nutzer auch Zugriff auf privat geschaltete Fotos. Die Lücke wurde laut Facebook mittlerweile geschlossen.

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