Mark Zuckerberg: Chatprotokoll entlarvt laxe Privatsphäre-Attitüde des Facebook-Gründers

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Mark Zuckerberg hielt kurz nach der Gründung von Facebook nicht viel von anderer Leute privaten Daten. Das belegt ein privates Chatprotokoll aus diesen Tage, das jüngst aufgetaucht ist.

Derzeit sieht sich Mark Zuckerberg und seine Firma Facebook mit einem Sturm an Kritik konfrontiert, vor allem in Bezug auf die Änderungen in puncto Privatsphäre. Prominente Personen wie Matt Cutts rufen dazu auf, Facebook-Accounts zu deaktivieren oder zu löschen, eine offene Facebook-Alternative mit Namen Diaspora befindet sich derzeit in der Entwicklung.

Wenig zielführend für die PR von Facebook dürfte ein etwa sechs Jahre alter Chatmitschnitt zwischen Zuckerberg und einem Freund sein, der BusinessInsider vorliegt. Es stammt aus der Zeit, als Facebook frisch gegründet war und die Seite noch auf Zuckerbergs Rechner im Harvard-Studentenwohnheim lief.

Zuck: Yeah so if you ever need info about anyone at Harvard

Zuck: Just ask.

Zuck: I have over 4,000 emails, pictures, addresses, SNS

: What? How’d you manage that one?

Zuck: People just submitted it.

Zuck: I don’t know why.

Zuck: They "trust me"

Zuck: Dumb fucks.

Ins Deutsche übersetzt heißt das sinngemäß: „Ich habe Daten über alle Harvard-Leute und kann sie dir bei Bedarf geben. Ich weiß selber nicht, warum sie den Kram bei Facebook einstellen. Sie trauen mir halt, die Dumpfbacken.“

Natürlich kann man die Echtheit dieses Chats anzweifeln, es gab allerdings noch kein Dementi seitens Zuckerberg. Ob es moralisch vertretbar ist, die laxe Einstellung eines Seitenbetreibers in Bezug auf Datenschutz zu demonstrieren, indem man einen vertraulichen Chatmitschnitt von ihm veröffentlicht, sei außerdem dahingestellt. So oder so gibt es jedoch ausreichend Grund zur Sorge. Dass Facebook auf die international geäußerte Kritik bezüglich der Datenschutzeinstellungen besser eingehen muss, ist deutlich.

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