Facebook: Panic-Button für mehr Kindersicherheit

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Facebook führt einen Panikknopf ein, mit dem Nutzer anstößige oder verdächtige Inhalte melden können. Die entsprechende Seite wird daraufhin von einer Kinderschutzorganisation überprüft.

Der Panikknopf soll vornehmlich auf Profilen von Kindern und Teenagern
erscheinen. Wird der Knopf gedrückt, erscheinen Meldungen bei Facebook
sowie beim britischen Child Exploitation and Online Protection Centre
(Ceop), die sich der Sache annehmen. Ein Hinweis, dass dieses Profil
überwacht wird, soll Täter zusätzlich abschrecken.

BBC berichtet, dass Facebook den Panikknopf nach monatelangen Verhandlungen mit Ceop nun doch einführt. Facebooks Argumentation war, dass das eigene Reporting-System gut genug funktioniere. Nach der Vergewaltigung und Ermordung eines 17-jährigen Mädchens, dass auf das Fakeprofil eines 33-jährigen bekannten Sexualstraftäters hereingefallen war, hat man sich nun umentschieden. Zuvor hatten bereits Bebo und kurz darauf MySpace entsprechende Knöpfe eingeführt.

Zusätzlich Druck machte eine Kampagne von 44 Polizeichefs aus England, Wales und Scotland, die Facebook in einem offenen Brief dazu drängten, die Schutzmaßnahme einzuführen. Der Panikknopf ist eine Zusammenarbeit mit einer britischen Institution und demnach vorerst auf Großbritannien beschränkt. Doch auch deutsche Politiker fordern immer wieder derlei Funktionen (wenngleich auch für das "gesamte Internet"). Eventuell wird es langfristig etwas ähnliches auch auf dem deutschen Facebook geben.

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