Facebook Places - Foursquare freut sich, Datenschützer ärgern sich

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Der am Mittwoch von Facebook vorgestellte Locationdienst Facebook Places ruft erwartungsgemäß Kritiker auf den Plan. Doch die Konkurrenz freut sich überraschenderweise.

Dank Facebook Places können die Nutzer des sozialen Netzwerkes nun stets angeben, wo sie sich gerade befinden. Und mit können ist sollen gemeint. Jedenfalls ist diese Option nicht zuschaltbar, sondern voreingestellt. Man kann den Dienst zwar abschalten, dies ist jedoch Facebook-typisch komplizierter als nötig.

Datenschützer bringt sowas gewohnheitsmäßig, und ja auch nicht ganz zu unrecht, regelmäßig auf die Palme. Die American Civil Liberties Union of Northern California (ACLU) jedenfalls meint: Check this out before you check in und gibt den Rat, sich die Einstellungen genau anzusehen. Spiegel Online zitiert die Organisation Privacy Rights Clearinghouse, dass es jedesmal das selbe sein mit Facebook. Und in diesem Fall sei es besonders pikant, gehören doch die Informationen zum Aufenthaltsort zu den sensibelsten Daten, die wir haben.

Die Konkurrenz ist offenbar ganz verzückt von Facebook Places. Foursqare-CEO Dennis Crowley twitterte jedenfalls, dass nach der Ankündigung von Facebook Places (welches bislang nur in den USA verfügbar ist), die Anmeldungen zum eigenen Dienst hochschnellten wie noch nie. Auf Foursquare kann man ebenfalls angeben, wo man sich gerade befindet. Im Gegensatz zum noch recht nackten Facebook Places sind hier spielerische Elemente verbaut, so kann man zum Beispiel Punkte sammeln oder sich zum Bürgermeister von Locations ernennen. Offenbar war vielen Facebook-Nutzern der Trend der Location-Dienste bis dato unbekannte, und nun probieren sie diese aus. Wie sich die Konkurrenz langfrisit bemerkbar machen wird, ist schwer abzusehen.

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