Facebook & Co: Privatleute decken Sicherheitslöcher auf

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Immer mehr Uni-Professoren und Programmierer schauen den großen Webseiten auf die Finger und decken Sicherheitslücken auf. Ein Beispiel gefällig? youropenbook.org

Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht eine Meldung verkündet, dass wieder Daten bekannt wurden, die besser privat geblieben wären. Jüngste Nachricht dieser Art: das Leck, das tausende von E-Mail-Adressen von iPad Nutzern verriet, nachdem sie sich bei AT&T mit ihrer Mailadresse registriert hatten. Und auch Facebook steht immer wieder in der Kritik, es mit dem Datenschutz nicht so genau zu nehmen.

Daher hat Will Moffat, ein Webentwickler aus San Francisco, die Plattform youropenbook.org gegründet. Er zeigt hier am Beispiel verschiedener Nutzer, dass ihre Daten im Web frei zugänglich sind. Sein Ziel: die Leute zu sensibilisieren.

Andere Webnutzer suchen dagegen gezielt nach Sicherheitslücken. Ben Edelman beispielsweise, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Harvard Business School fragt sich regelmäßig, was wäre wenn… Und probiert die verschiedenen Szenarien sofort aus. So entdeckte er im Januar eine Lücke in der Google Toolbar-Software. Sie ermöglicht den Nutzern eine Google Suche, ohne dass sie die Google Webseite extra aufrufen müssen. Die Suchanfragen der Nutzer wurden mitprotokolliert – und zwar auch dann, wenn die Anwender diese Funktion deaktiviert hatten.

M.J. Keith, Sicherheitsexperte bei Alert Logic Inc. in Houston, hat einen Weg gefunden, Informationen auf Facebook, die die Leute auf “privat“ gesetzt hatten, öffentlich zu machen. Sein Trick: Er schuf einen Link und versandte ihn an Leute. Wenn diese Leute auf den Link klickten, währen sie bei Facebook online waren, konnte Keith die Konto-Einstellungen ändern.

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