Facebook: Umgehende Personalisierung wird freigeschaltet

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Die Funktion “umgehende Personalisierung”, durch die Drittseiten Zugriff auf Daten von Facebook-Nutzern erhalten, wird nun auch in Deutschland freigeschaltet. Für Unternehmen sicher ein Gewinn, die Nutzer sollten die Aktivierung gut überlegen.

Die “umgehende Personalisierung” wurde bereits im letzten Jahr eingeführt, war jedoch für deutsche Nutzer noch nicht verfügbar. Nun werden laut der Hannoverschen Allgemeinen seit Freitag auch deutsche Profile freigeschaltet, wobei dieser Vorgang noch nicht abgeschlossen ist. Bei vielen Nutzern erscheint nach wie vor zunächst ein Video, dass die Vorteile der Einstellung darlegen soll. So können Anmeldeprozesse, bei denen Profile auf anderen Seiten ausgefüllt werden müssen, beschleunigt werden – wenn die Seite bereits Zugriff auf persönliche Informationen hat. 

Davor warnen jedoch Datenschützer. Die umgehende Personalisierung, bei der laut Facebook nur ausgewählte Seiten Zugriff auf die Daten erhalten sollen, sorgt für einen Kontrollverlust der Daten. Es könnte irgendwann unübersichtlich werden, wer genau Zugriff auf die persönlichen Daten hat, und wie weit diese Informationen gehen. Hinzu kommt, dass diese Seiten nicht gefeit vor Attacken sind. Das Verbraucherportal yelp.com geriet genau deswegen im vergangenen Jahr in die Kritik. Es war möglich, durch einen mit Schadcode behafteten Cookie die Nutzerdaten (die von Facebook geliefert wurden) von dort abzustauben.

Facebook-Nutzer sollten daher nachsehen, ob die umgehende Personalisierung bei ihnen bereits freigeschaltet ist und abwägen, ob sie diese nicht lieber deaktivieren wollen.

 

Zum Weiterlesen: Weitere Tipps und Tweaks haben wir in unserem Facebook-Special zusammengestellt.

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