Facebook: Was geschieht mit den Verstorbenen?

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Letzte Woche berichteten wir über Guy Kewney. Obwohl schon im April an Krebs verstorben, taucht er immer noch als Freundschaftsvorschlag bei Facebook auf. Sein Profil wurde nicht gelöscht. Die grundsätzliche Problematik mit verstorbenen Nutzern scheint langsam ins Bewusstsein zu rücken. Die New York Times widmet dem Thema einen Artikel und lässt auch Facebook zu Wort kommen.

Auch dort macht man sich schon seine Gedanken zu den Geistern im System. Allerdings hat man noch keine befriedigende Antwort gefunden. Unternehmenssprecherin Meredith Chin: “Dies ist ein sehr sensibles Thema und natürlich kann es schmerzhaft sein, gegangene Freunde auftauchen zu sehen.” Angesichts der Größe Facebook “und der Tatsache, dass jeden Tag Menschen sterben, werden das Problem nie perfekt lösen können.”

Alleine im Mai haben sich laut NYT mehr als 6,5 Millionen Menschen über 65 angemeldet. Damit stellen sie die größte wachsende Gruppe. Dadurch wird das Thema Tod natürlich zentraler als bislang. Derzeit geht Facebook damit um, indem man ein Formular anbietet, dass Familienmitglieder von verstorbenen Mitgliedern ausfüllen müssen. Das Profil wird so in einen Gedenkstatutus umgewandelt, in dem persönliche Daten gelöscht und die Privatspäreeinstellungen geändert werden. Diesen Prozess möchte man auch automatisieren, in dem Profile nach vermehrten Einträgen wie “Ich vermisse Dich” oder “Rest in Peace” gescannt werden.

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