Fernsehen bis zum Abwinken: Gestensteuerung für die Fernbedienung

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The Register berichtet, dass Gyro-Experte Movea an einer Fernbedienung für Set Top-Boxen arbeitet. Diese soll Gesten beherrschen, mit denen man Funktionen des Fernsehers steuern kann. Je nachdem, wie intuitiv diese gestaltet werden, könnten diese tatsächlich einen Nutzen bringen. Mit zunehmender Komplexität der mittlerweile zu Medienstationen herangewachsenen TV-Ecken, die oftmals ein ganzes Netzwerk aus PC, HDD-Rekorder, Set Top-Box oder X-Box 360 verwalten müssen, werden auch die Fernbedienungen immer unübersichtlicher. Und wenn man schon wild vor sich hinfluchtend mit den Armen fuchtelt, kann man dies auch gleich sinnvoll einbringen. Die Fernbedienungen sollen hierbei um eine Funktion erweitert werden, die wie bei Smartphones auf Schwenkungen des Gerätes reagiert. Man bräuchte also keine zusätzliche Hardware am TV-Gerät wie bei der Wii oder bei der Microsoft Kinect.

Bei The Register wird nun angemerkt, dass die Technologie im Prinzip schon steht: Für Android und iPhone existieren bereits Apps, die die Geräte in Fernbedienungen verwandeln. Diese dienen, da Zusatzsoftware benötigt wird, jedoch bislang zur Steuerung von PCs. Jedoch bietet Apple auch eine eigene TV-Box namens Apple TV an. Ensprechende Patente vorausgesetzt, könnte Apple also sein eigenes Süppchen kochen und Movea außen vor lassen. Andererseits sind Smartphones wenig tauglich für das intuitive Zappen mit der althergebrachten Fernbedienung, bei der man die Position der Knöpfe auch im Halbschlaf während des Nachtprogramms des ZDF findet.

Insofern darf man gespannt sein, ob sich hier ein völlig neuer Markt öffnet und es in ein paar Jahren das normalste der Welt ist, das Fernsehprogramm mit wilden Gesten zu begleiten. Also noch normaler als ohnehin.

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