Festplatte mit 3 Terabyte Speicher von Seagate erfordert spezielles Motherboard

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Festplattenhersteller Seagate möchte noch diesen Sommer eine Festplatte mit 3 Terabyte Speicher herausbringen. Doch es gibt technische Schwierigkeiten. So können bislang maximal 2,1 Terabyte-Partitionen angesprochen werden. Und ein neues Motherboard mit EFI-Unterstützung ist ebenfalls erforderlich.

Wie bereits berichtet, hat Seagte-Produktmanagerin Barbara Craig hat bestätigt, dass Seagate noch in diesem Sommer den "Baracuda ES"-Nachfolger "Constellation ES" herausbringen will. Derzeit arbeite man mit Hochdruck daran, technische Altlasten zu überwinden. So sorgt ein Standard aus der DOS-Ära dafür, dass das logical block addressing (LBA) nur zwei hoch 32 mal 512 Byte, also 2,1 Terabyte adressieren kann. Nun arbeite man an einem neuen Standard namens Long LBA, der jedoch nur von den 64 Bit-Versionen von Windows 7 und Vista und einigen Linux-Distributionen unterstützt wird. Um die volle Kapazität ansprechen zu können, braucht es also eine GUID-Partitionstabelle (GPT), die mit 64-bittigen Sektornummern arbeitet.

Doch nicht jedes Motherboard schluckt diese dicken Pillen. Nur Motherboards mit dem von Intel spezifizierten "Extensible Firmware Interface“ (EFI) können von den GPT-partionierten Platten booten. Viele Server-Systeme mit x64-Prozessoren bieten mittlerweile neben dem BIOS auch EFI an. Wird nur das klassische BIOS unterstützt, können die 3 Terabyte Speicher nur zu zwei Dritteln ausgenutzt werden.

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