WM 2010: Reichen die Streamkapazitäten?

von

Bekanntlich war das Spiel Deutschland – Serbien nicht nur in spielerischer Hinsicht ein Debakel. Auch die Onlinestreams gingen reihenweise in die Knie. Ist man für die künftigen Spiele gewappnet?

Gerade in der Vorrunde, in der häufig nachmittags gespielt wird, werden die Streaming-Angebote von ARD und ZDF fleissig unter dem Schreibtisch genutzt. Dies brachte ARD und ZDF regelmäßig ins Schwitzen, die diese Last an Seitenaufrufen nicht bewältigen konnten. Spiegel Online hat sich mit den Zuständigen in Verbindungen gesetzt und Erklärungen eingeholt.

Sowohl ARD und ZDF haben demnach nicht mit einem derartigen Ansturm gerechnet. ZDF-Beauftragte Nadine Bilke: "Das ist schon eine neue Dimension, Livestreams dieser Größenordnung auszuliefern." Obwohl man die Kapazitäten bereits angepasst hätte, haben diese nicht ausgereicht. Die ARD äußert sich ähnlich und gibt an, immerhin 150.000 ausgeliefert zu haben.

Dort gibt man auch an, die Schuld läge teilweise auch bei den Internetprovidern, die ebenfalls ausgelastet waren. Diese erwidern wiederum, dass dies nicht der Fall sei. Die Fußballübertragungen würden beim täglichen Verkehrsaufkommen nicht weiter ins Gewicht fallen.

Beide Sender sind trotz allem zuversichtlich, dass es in Zukunft nicht mehr zu derartigen Engpässen kommen werde. Deutschland hat kein Nachmittagsspiel mehr, und abends würden die meisten Zuschauer das Spiel vor dem Fernseher beobachten.


Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA SOFTWARE

Anzeige
GIGA Marktplatz