Mozilla: Kein Firefox für iPhone

Frank Ritter

Mozilla hat angekündigt, keine eigenständige Firefox-Version für das iPhone programmieren zu wollen. Das ist vielleicht auch besser so.

Firefox auf dem iPhone dürfte schon allein daran scheitern, dass Apple bei Browsers auf iOS-Geräten voraussetzt, dass sie auf die Webkit-Engine des integrierten Mobile Safari-Browsers zum Rendern von Webseiten setzen. Stattdessen existiert bereits seit einigen Monaten auf dem iPhone — eine App, die die Browserchronik, Lesezeichen und geöffneten Tabs einer lokalen Firefox-Version mit dem iPhone abgleicht.

Mozilla außert sich zu dem Thema in einem Blogartikel:

„Es gibt einige technische und logistische Einschränkungen, die es schwierig, wenn nicht unmöglich machen, einen vollumfänglichen Firefox-Browser für das iPhone zu entwickeln. Wir konzentrieren uns deshalb darauf, aus Firefox Home ein reiches, cloud-basiertes Produkt zu machen, das die Menschen weiterhin nutzen und lieben.“

Laut Mozilla soll Firefox Home in naher Zukunft auch für Blackberry OS und Symbian veröffentlicht werden und um Funktionen zum Synchronisieren von Passwörtern sowie zum Verteilen von Links in Soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook erweitert werden.

Der “echte” Firefox-Browser für mobile Endgeräte, Fennec genannt, existiert derzeit in einer Version für Symbian-Handys und einer ersten Alpha-Version für Android und Maemo, die jedoch bedenklich schlecht läuft. Die Entwicklung der Windows Mobile-Variante wurde eingestellt. In Anbetracht der langwierigen Entwicklung von Fennec, die bis dato wenig brauchbare Ergebnisse hervorgebracht hat, ist die Konzentration Mozillas auf Firefox Home wohl ein taktisch sinnvoller Schritt.

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