Flugzeugchaos durch Aschewolke geht weiter – hier mehr Infos und Erfahrungsbericht

Eyjafjallajökull
Die Aschewolke aus dem isländischen Vulkan Eyjafjallajökull breitet sich weiter aus. Wann der Flugverkehr in Deutschland wieder aufgenommen werden kann, ist unklar: Die Vorhersagen des britischen MetOffice verheißen nichts Gutes: Der Vulkan spuckt weiter Asche, und die Windrichtung ändert sich kaum. Hier Updates zu unserem gestrigen Artikel “Aschewolke aus Vulkan: Aktuelle Infos über Flüge und Ausbreitung”.

Die Situation ist weiter prekär: Wie auf http://www.flightradar24.com/ (zeitweise überlastet) und http://www.radarvirtuel.com/ zu sehen ist, fliegen in weiten Teilen Europas keine Flugzeuge mehr. Reisende können sich bei ihren Airlines oder den Flughäfen informieren, wie es nun weitergeht (hier die Liste) – allerdings fährt man meistens “auf Sicht” und gibt keine langfristigen Prognosen. Aber wenn man die Vorhersagen des MetOffice sieht, fällt es schwer zu glauben, dass die Asche innerhalb kurzer Zeit verschwindet.

Erfahrungsbericht aus Tunis

Ein LoadBlog-Leser sitzt derzeit nach einer Dienstreise in Tunis fest. Am Telefon erzählt er, dass er am Freitag um sieben Uhr fliegen wollte, dann aber im Drei-Stunden-Takt vertröstet wurde und schließlich fast den ganzen Tag am Flughafen verbrachte. Dort spielten sich herzzerreissende Szenen ab: Eine Frau etwa brach in Tränen aus. Als gebürtige Tunesierin muss sie Anfang der kommenden Woche wieder in Deutschland sein, damit ihre Aufenthaltsgenehmigung nicht erlischt. Es gab junge Leute, die ihr letztes Geld gerade für Souvenirs ausgegeben hatten und nun am Flughafen gestrandet sind, sie haben noch nicht mal genug Geld für den Weg zurück in die Stadt.

Die letzte Ansage war: Montag könnte wieder ein Flugzeug fliegen. Aber dem traut er nicht so recht. Wie die meisten Europäer versucht er nun eine Fähre nach Italien oder Spanien zu erreichen, um von dort aus auf dem Landweg zurück nach Deutschland zu kommen. Ansonsten sei die Stimmung aber ruhig: Die Menschen zeigen Solidarität und unterstützen sich, wo es geht.

Fliegen bei Vulkanasche? Viel zu gefährlich!

Dass Fliegen durch Aschewolken höchst gefährlich ist, zeigt auch diese englischsprachige Dokumentation des Flugs British Airways 9 von London nach Neuseeland 1982, (Infos bei Wikipedia):

Die Schönheit des Vulkans

Und  Schuld am aktuellen Verkehrschaos ist der isländische Vulkan Eyjafjallajökull. Die meisten Leute scheinen zornig deswegen zu sein – die gestern gegründete Facebook-Gruppe “Eyjafjallajökull” mit dem Motto “Ich lege den ganzen Luftverkehr lahm, juhu” hat noch nicht einmal 100 Mitglieder. Über 6.000 hat dafür eine etwas ältere Fan-Gruppe. Dabei ist der seit drei Wochen wieder aktive Vulkan ziemlich schön und majestätisch anzuschauen (hier Bilder vom 25. März) :

Noch mehr Infos gibt’s in unserem gestrigen Artikel Aschewolke aus Vulkan: Aktuelle Infos über Flüge und Ausbreitung.

Foto-Nachweis (ganz oben): Deutscher Wetterdienst

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