Forscher analysieren Pornoseiten - zu Studienzwecken

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Pornografie im Internet: einerseits ein einträgliches Geschäft, andererseits Einfallstor für zahlreiche Schadsoftware. Um genau das herauszufinden, haben österreichische Wissenschaftler 700 Pornoseiten analysiert – und selbst 2 ins Netz gestellt.

Mit Hilfe von Webcrawlern haben sich die Forscher des International Secure Systems Lab, einer Ausgründung der TU Wien, tausende Quellcodes von Pornoseiten angeschaut. 700 dieser Seiten untersuchten sie genauer, um auch die ökonomischen Zusammenhänge näher zu beleuchten. Schlussendlich speisten sie selbst 2 Pornoseiten in das weitverzweigte Netz aus Anbietern ein, um das Tauschsystem, mit dem gearbeitet wird, nachzuvollziehen. Dieses berichtet Spiegel Online.

Insgesamt konnten bei dem Experiment 49.000 Besucher auf den eigenen Seiten, für die gerade einmal 134 Euro investiert wurden, gezählt werden. Dabei wurde untersucht, mit welchem Browser und welcher Versionsnummer die Besucher bei ihnen aufschlugen. Auch die installierten Plug-ins waren von Interesse, gelten doch gerade diese, zum Beispiel Adobe Flash oder eines für MS Office, also besonders gefährdet für Schadsoftware.

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass bei 20.000 Besuchern mindestens eines der fraglichen Plug-ins installiert war. Weiterhin kamen sie zu dem Ergebnis, dass diese Sicherheitslücken von Pornoanbietern häufig ausgenutzt, mindestens aber billigend in Kauf genommen werden. Aufgrund der niedrigen Gewinnmargen im übersättigten Markt würde besonders im Sicherheitsbereich gespart werden.

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