Foursquare-Chef: Facebook Places langweilig

Der sogenannte Location Based Service Foursquare erfreut sich nach den USA auch in Europa immer größerer Beliebtheit. Der User kann mit einem GPS-fähigen Smartphone in Locations – beispielsweise Bars, Clubs oder Museen – einchecken, und so seinen Freunden mitteilen, wo er sich gerade aufhält. Das Potential solcher Dienste hat auch Facebook erkannt und vor wenigen Tagen mit Facebok Places sein Pendant zu Foursquare gelauncht. Ein Klick mit dem Smartphone und die aktuelle Location erscheint im Facebook-Profil.

Foursquare-Mitbegründer Dennis Crowley stellt seinem Konkurrenten nun ein schlechtes Zeugnis aus. In der englischen Tageszeitung Telegraph sagt er, Facebook Places sei weder großartig noch interessant. “Es ist ein ziemlich langweiliger Service, mit nahezu keinem Anreiz für den User wiederzukommen und seinen Freunden mitzuteilen, wo man sich aufhält.” Den einzigen Vorteil sieht Cowley in der Anzahl der Mitglieder bei Facebook – über 500 Millionen aktuell. Facebook selbst hat diese Aussage nicht kommentiert.

Per Update der Facebook-App für das iPhone oder über den Browser lässt sich Facebook Places auf dem Smartphone nutzen: es werden Locations im Umkreis angezeigt, in die man einchecken kann oder in denen sich Freunde aufhalten. Datenschützern sind diese Dienste zu unsicher. Sie raten davon ab, seinen Standort öffentlich zu machen, da dieser zu den privatesten Informationen eines Menschen zählt. Bereits kurz nach dem Start gab es Kritik, die Datenschutzeinstellungen seien zu undurchsichtig und kompliziert.

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