Fusion-Festival 2011: Gratis-Sampler mit u.a. Mogwai, Yelle, Bodi Bill...

M. Göbel
2

Die Fusion, Festival für Musik, Theater, Performance-Kunst und mehr, lockt seit 1997 jährlich Zehntausende auf einen ehemaligen Militärflughafen in Lärz (Mecklenburg-Vorpommern) – dieses Jahr sind erstmals die Tickets auf 53.000 Stück limitiert. Das Festival ist ausverkauft, wer zu den glücklichen gehört, kann sich auf dem Weg unser Mixtape anhören, wer kein Ticket bekommen hat, kann sich mit dieser Zusammenstellung von 13 Acts, die auf der Fusion auftreten, trösten: Mogwai, Yelle, Bodi Bill…

Die legendäre Fusion ist kein normales Festival: Die Veranstalter nennen das ganze “Ferienkommunismus”, sie wollen eine Parallelgesellschaft schaffen, frei von Kontrollen und Zwängen. Es gibt kein Großsponsoren und damit keine Werbung, das Miteinander in Toleranz ist wichtig, alles soll möglichst umweltschonend und unkommerziell sein. Hier alle Infos zum Fusion-Festival (Festival-Homepage).

Um so abwechslungsreicher ist das Programm, das weit über Musik hinausgeht: Es gibt Theater, Kabarett, Hörspiel, Kinderprogramm, Performances… Und auch die Musiksparte ist sehr breit, der Schwerpunkt ist elektronisch mit Techno, House, Drum'n'Bass, Breakbeat, Dub, Trance, Goa, aber darüber hinaus gibt es auch Hip Hop, Rock, Polka, Ska und Reggae und auch noch ungewöhnlichere Musik wie Klezmer und finnischen Tango.

Dieses Jahr treten in vier Tagen Festival über 160 Bands und Projekt auf. Wir haben euch einen Sampler zusammengesucht mit Musik von 13 Acts, die dort auftreten – die Musik könnt ihr kostenlos downloaden.

1. Mogwai: “San Pedro” – Glasgower Rock zwischen ganz laut und ganz leise, mal rockig und knarzig, dann wieder filigran und zurückhaltend – virtuos!

2. Yelle: “Safari Disco Club” – “Yelle” steht für “You Enjoy Life”, und Julie Budet aus der Bretagne ist mit zuckersüßer Stimme voll dabei. Soundmäßig erinnert die Musik noch an 80er und Elektropop, lädt sehr zum Mittanzen ein.

3. Bodi Bill: “Hotel” – sehr (zu Recht) gehypte Berliner Electro-Folker mit Synthesizer, Laptops und Geige, Klavier, Gitarre und Gesang – tanzbar und gefühlvoll.

4. Terry Poison: “Fix the Night” – gegen Eintrag in ihren Newsletter (links oben) gibt’s den Song “Fix the Night” der israelischen Elektro-Band, die in ihrer Heimat schon als “Tarantino of Pop“ gefeiert werden. Sie mixen Electrosamples, analoge Synthesizer, Gitarrenriffs und apokalyptische Drumbeats.

5. The Cesarians: “Running Horse” – abwechslungsreicher Rock von 7 Briten, die mit Klarinette, Piano, Bläsern und Drums von ruhig und melancholisch bis hin zu rotzig und dreckig abrocken.

6. Volcano the Bear 8 Gratis-Downloads – eher ungewöhnliche Musik, die zwischen schräg und unbeschreiblich changieren, mit bizarren Free-Jazz-Kompositionen und Noise-Terror-Einschlägen, schamanistisch und surreal.

7. Ginger: From the Road – Live 2010 (auf “Sound” klicken) – Die Schweizer kombinieren experimentelle Musik der 70er mit funkigen und rockigen Beats und heulenden Gitarrenabschnitten.

8. Parfum Brutal: “Today” – Parfum Brutal machen grenzüberschreitenden Experimental-Indiepop mit Cello und Piano, es geht um Weltschmerz und den großen Brutalitäten des Alltags.

9. Tamikrest: “Aratan N Tinariwen” (MTMBT-Re-Edit) – “Cosmic Disco”-Version des Songs vom neuen Tamikrest-Album “Toumastin” – 7 Musiker aus Kidal/Mali versetzen mit hypnotischen Grooves traditionelle Tuareg-Musik ins 21. Jahrhundert.

10. Sebastian Arnold: “Insert Coin” (rechts oben downloaden) – er nennt sich selbst “mad scientist drummer”, als One-man-Band spielt er gleichzeitig Schlagzeug, Sampler und Synthesizer und produziert dabei eine sehr tanzbare Mischung aus Jazz, Electronica und Post-Rock – elektronische Tanzmusik, die rockt!

11. Rainbow Arabia: Remix-Album – Danny Preston (Keyboarder bei Future Pigeon) und seine Frau Tiffany kreuzen seit 2008 Vierteltonmusik und psychedelischen Acidrock, ihr Debüt-Platte “Boys and Diamonds” (beim Kölner Label Kompakt) vermengt grandiose Ambient-Klänge mit differenziertem Pop-Minimalismus.

12. Naomi Sample: diverse – aus Lüneburg kommen die Electro-Frickler Naomi Sample, die oft mit den Go Go Ghosts zusammen auftreten und arbeiten. Ihr Name verweist auf ihre Vorliebe zu Samples aus C64-Spielen, Anspieltipp: “Hey DJ“ (ganz unten).

13. Kapelsky: 5 Songs – deutsches Gipsy-Swing-Trio mit Geige, Gitarre und Kontrabass mit wunderschön melancholischer Musik zwischen Polka, Klezmer und Swing.

Fotos: Screenshots fusion-festival.de

Neue Artikel von GIGA GAMES

GIGA Marktplatz