Gefahren gebannt - Adobe sichert Reader mit Notfallpatch ab

Martin Maciej

Mit dem frisch erschienenem Update auf Version 11.0.02 für den Adobe Reader schließt Acrobat kürzlich aufgetretene Sicherheitslücken im weit verbreiteten Reader. Besonders Windows-Systeme waren hierdurch gefährdet. Das Auftreten der Sicherheitsgefahr ist vor genau einer Woche bekanntgegeben worden.

Der Patch, der die Schwachstelle behebt, kann ab sofort für den Adobe Reader heruntergeladen werden. Durch diese Lücke ist es Cyber-Kriminellen möglich, durch infizierte PDF-Dokumente Schädlinge auf Computer unwissender User einzuschleusen. Nutzer, die die aktuelle Version auf dem PC einrichten, sind vorerst vor weiteren Cyber-Attacken geschützt.

Durch das Ausnutzen des Sicherheitsfehlers können Webangreifer Schadsoftware auf fremden PCs unterbringen und ausführen. Infizieren lassen sich Computer durch das einfache Aufrufen einer belasteten Webseite oder das Öffnen eines PDF-Dokuments, das die Schadsoftware beinhaltet.

Installation der neuesten Adobe Reader-Version dringen empfohlen

Auch das Bürger-CERT empfiehlt eine unverzügliche Installation des Patches, um Gefahren für den eigenen Computer aufzuheben. Generell wird davor gewarnt, PDF-Dokumente von fremden Quellen, insbesondere in E-Mail-Anhängen von unbekannten Absendern zu öffnen. Wer seinen Computer vor Angriffen aus dem Netz schützen will, sollte stets aktualisierte Versionen der verwendeten Programme, sowie der installierten Sicherheitssoftware bereithalten.

Adobe-Produkte regelmäßig von Hackern attackiert

Erst kürzlich wurden bereits kritische Lücken im verbreiteten Flash Player durch die Entwickler von Adobe gestopft. Auch hier war eine fremde Übernahme des Computers durch die Infizierung mit einer Malware möglich. Neben einem Update für das neueste Produkt Acrobat XI steht daneben ein Notfallpatch für Acrobat X bereit.

Adobe Reader Sicherheitseinstellungen Screenshot

Mit entsprechenden Einstellungen lässt sich die Sicherheit im Adobe Reader erhöhen

 

In letzter Zeit kommt es vermehrt zu Angriffen auf den Adobe Reader, da Hacker durch diese Anwendung vergleichsweise einfach mit virtuellen Schädlingen in fremde Computer eindringen können. Üblicherweise reicht es bei der Ausnutzung der Schwachstellen im Adobe Reader einfach ein mit Malware belastetes PDF-Dokument zu öffnen, um den Virus zu aktivieren. Um auch bei neuen Schwachstellen geschützt zu sein, wird empfohlen, in den Einstellungen des Readers die „geschützte Ansicht für Dateien mit potentiell unsicherem Ursprung“ zu aktivieren. Diese lässt sich über das Menü „Bearbeiten-Voreinstellungen-Sicherheit“ einrichten.

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