Gelöst? Das Rätsel um Kinoo.to, Teil 2

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Offenbar wurde nun auch der letzte flüchtige Betreiber des illegalen Streamportals kino.to geschnappt. Dieser betrieb weiterhin ganz ähnliche Angebote und könnte auch mit dem kuriosen kinoo.to in Verbindung stehen.

Wie chip.de berichtet, wurde 5 Monate nach Stillegung von kino.to nun auch der letzte Betreiber von der Polizei gefasst. Ausgerechnet in der niedersächsischen Musikhochburg Delmenhorst (Sarah Connor, Sasha) konnte er am vergangenen Sonntag dingfest gemacht werden. Vorgeworfen wird ihm, ebenso wie den anderen, millionenfache Urheberrechtsverletzung, mit der ein Gewinn von mehreren Millionen Euro erwirtschaftet wurde.

Das Geschäft mit illegal gestreamten Filmen ist offenbar derart lohnend, dass sich der nun Gefasste auch von der Fahndung nach ihm nicht davon abschrecken ließ, weiterzumachen. So geht die Generalstaatsanwaltschaft Dresden davon aus, dass der Verdächtige auch hinter dem Aufbau des kino.to-Nachfolgers Video2K steckte, welches im Wesentlichen das gleiche Angebot war.

An dieser Stelle wird es wieder interessant. Vor einer Woche berichteten wir über den kuriosen Fall kinoo.to, eine baugleiche Plattform, für die auf dubiose Art geworben wurde: Eine Mail, die verschiedene Techblogs erreichte, sollte (den unbeholfenen) Eindruck machen, bei kinoo.to handele es sich um ein seriöses und legales Angebot, welches darüber hinaus die deutsche Medienlandschaft revolutionieren würde. Heraus kam wie zu erwarten nichts, die Seite selbst ist zumindest derzeit nicht einmal erreichbar.

Berichtet hatte auch das Blog torrentfreak.com, worauf sich in den Kommentaren eine spannende Diskussion ergab. Einer der Teilnehmer hat sich offenbar die IP von kinoo.to angesehen und bemerkt, dass diese mit einem anderen Angebot übereinstimmt – Video2K!

Gut möglich also, dass hinter kinoo.to eine weitere Plattform des nun verhafteten kino.to/Video2K-Betreibers steckte und dieser bloß ein möglichst weit gestreutes Netzwerk an ähnlichen Angeboten aufbauen wollte. Schon zu kino.to-Zeiten hatte man scheinbare Konkurrenzangebot wie duckload.com aufgebaut (welches inzwischen aber auch längst Geschichte ist).

Sollte dies wirklich so stimmen, dürfte damit nun auch kinoo.to endgültig Geschichte sein. Und damit wäre auch dieses Rätsel endlich gelöst.

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