Gericht weist Viacom-Klage gegen Google ab

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Im Milliardenprozess Viacom vs. Google ging es um die Videoplattform YouTube, auf der laut Viacom massiv Urheberrechte verletzt werden. Google argumentierte, dass geschütztes Material schnell und effektiv entfernt werde.

Im Laufe des Prozesses bildeten sich zwei Lager. Auf der einen Seite der große Medienkonzern Viacom, zu dem unter anderem der Sender MTV und das Filmstudio Paramount Pictures gehören. Zu diesem gesellten sich noch Disney, die Schauspielergewerkschaft oder NBC Universal. Auf der anderen Seite eben Google, dem sich große Internetanbieter wie Yahoo oder Facebook anschlossen. Sie alle sehen durch die Klage ihre Geschäftsmodelle in Gefahr.

Das Gericht hat diese Klage nun abgewiesen. Es sieht als erwiesen an, dass YouTubes Verfahren gegen Urheberrechtsverletzungen unter das Digital Millennium Copyright Act falle. Dies besagt, dass Anbieter nicht für geschützte Inhalte haftbar gemacht werden können, wenn sie nachweisen, dass  sie gegen diese  vorgehen.

Viacom kündigt an, den Prozess in die nächste Instanz zu tragen. Es sieht das Urteil als mangelhaft an und nicht im Sinne des Digital Millennium Act, wie es von den Verfassern gedacht war.

Google wiederum betrachtet das Urteil als wichtigen Sieg und glaubt, dass dies dem Konsens unter den Juristen folgt.

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