Google+: Bradley Horowitz verspricht Verbesserungen beim Klarnamenzwang

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Eigentlich hat Google ja alles richtig gemacht mit Google+. Nur beim leidigen Thema Klarnamenzwang schlagen dem Suchmaschinengiganten die Wellen der Empörung aus der Blogosphäre entgegen. Immerhin ist Google inzwischen etwas vorsichtiger geworden und sperrt nicht mehr einfach über Nacht komplette Googlekonten, Mail, Analytics, Kalender und Docs inklusive. Klare Regeln gibt es bis jetzt dennoch keine.

Google+ und der Klarnamenzwang

Und das wohl auch weil Google noch auf der Suche danach ist, wie solche Regeln für Google+ aussehen könnten. In einem Google+-Post hat sich jetzt Bradley Horowitz, als Vizepräsident Produktmanagement verantwortlich für Google+, zum Klarnamenzwang im Netzwerk geäußert. Demnach will Google ab sofort nur noch in begründeten Ausnahmefällen Konten ohne Vorwarnung einfach schließen. Als Ausnahmen sieht Horowitz zum Beispiel Nutzer, die ihr Google+-Konto nachweislich für den Versand von Spam verwenden. Bei allen Anderen soll es zunächst einen Hinweis auf den Klarnamenzwang und die Möglichkeit, diesen zu ändern geben. Ähnlich sieht es Vic Gundrota, ebenfalls Vizepräsident bei Google, der in einem Gespräch mit dem Technik-Blogger Robert Scoble als Beispiel Nutzer nannte, die “ihre Namen in bizarrer Art und Weise schreiben, wie zum Beispiel mit umgedrehten Buchstaben, oder die ganz offensichtlich falsche Namen benutzen, beispielsweise ‘Gott’ oder Schlimmeres”.

Wie man weitere Namen bei Google+ eintragen kann

Dass selbst dies immer noch eine etwas ärgerliche Lösung für die Betroffenen ist, ist auch Horowitz klar. Daher sucht Google zweitens nach Möglichkeiten, bereits während des Anmeldeprozesses Namensprobleme zu erkennen und Lösungswege vorzuschlagen. Wie eine solche Lösung in Googles Sinne aussehen könnte, skizziert Horowitz im dritten Punkt. Dort empfiehlt er, alternative Namen wie zum Beispiel Mädchennamen, Spitznamen oder Pseudonyme im Profil unter „Weitere Namen“ einzutragen. Dort kann man dann auch gleich festlegen, wer diese Informationen bei der Suche nutzen darf. Man kann also beim Namenswechsel nach einer Heirat einstellen, dass beispielsweise nur die Freunde aus dem Freundescircle noch nach dem alten Namen suchen dürfen (s. Bild).

Google+ Weitere Namen

Ob das die Blogger beruhigen wird, die ihren Account lieber unter dem Pseudonym führen wollen, unter dem sie in der Webwelt bekannt sind, darf bezweifelt werden. Aber Google kann ja noch dazulernen.

Via zdnet.com Via netzwelt.de


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