Google-Chef schlägt Namenswechsel für Jugendliche vor

Frank Ritter

Dank des Internets wird es immer einfacher, Informationen zu spezifischen Personen zu erlangen. Um Jugendsünden zu nivellieren schlägt Eric Schmidt, einer der drei Chefs von Google, vor, Jugendliche sollten sich zu einem bestimmten Alter für einen neuen Namen entscheiden können.

Es müssen nicht die viel zitierten Trinkbilder sein, die ein potentieller Arbeitgeber in einem sozialen Netzwerk findet. Auch politische Ansichten, Freizeitbetätigungen und andere online abrufbare persönliche Informationen können für eine Privatperson im Zweifel kompromittierend sein. Auf der anderen Seite wollen sich gerade Jugendliche mitteilen und über das Internet mit Gleichgesinnten vernetzen. Ein innovativen wie radikalen Einfall zum Ausweg aus diesem Dilemma hat Eric Schmidt von Google gegenüber dem Wall Street Journal geäußert: Zukünftig sollte ein Jugendlicher mit dem Erreichen des Erwachsenenalters frei über eine Namensänderung entscheiden können. Auf diese Weise würden Peinlichkeiten und private Informationen aus sozialen Netzwerken und anderen Quellen im Internet nicht mehr einer spezifischen Person zugeordnet werden können.

Hierzu sagte Schmidt: „Meiner Meinung nach begreift die Gesellschaft nicht, was es heißt, wenn alles verfügbar und in Erfahrung zu bringen ist, wenn alles aufgezeichnet wird“. Diese Aussagen über ein Realitätsbild, in dem jede Information für jeden verfügbar ist, decken sich mit früheren Wortmeldungen von Schmidt, wonach man Dinge, von denen man nicht möchte, dass sie jemand erfährt, gar nicht erst tun sollte.

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