Google: Funktionen in China teilweise blockiert

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Google und die chinesischen Behörden kommunizieren nur noch indirekt. Ohne Wissen Googles hat die Regierung offenbar einige Funktionen abgestellt. Das Unternehmen bemüht sich indes um eine Verlängerung der Gewerbelizenz.

Betroffen ist laut Spiegel Online die Suggest-Funktion der Suchmaschine. Diese schlägt bei der Eingabe eines Suchbegriffes besonders häufig gesuchte Begriffe vor. Dies funktioniert nun nicht mehr. Dachte man anfangs noch an eine technische Schwierigkeit, scheint man bei Google mittlerweile von einer Maßnahme der chinesischen Regierung auszugehen.

Die Lizenz, die ausländische Unternehmen zur gewerblichen Tätigkeit in China stellen müssen, läuft zwar erst im Juli 2012 ab, wird jedoch jährlich neu geprüft. Google hat zwar einen neuen Antrag gestellt, diesem wurde allerdings noch nicht stattgegeben. Indirekt über eine Nachrichtenagentur lässt die Regierung verlauten, dass Google schon "sehr bald" auf einen "sehr spät" abgegebenen Antrag eine Antwort erhalten werde.

Das Verhältnis zwischen Regierung und Unternehmen ist seit Jahresanfang frostig. Cyberattacken mutmaßlich chinesischer Hacker veranlassten Google dazu, sich auf die Dependance in Hong Kong zurückzuziehen, wodurch auch die chinesische Zensur umgangen wurde. Eine seit gestern geschaltete neue Startseite bietet nun immerhin mehr Wahlmöglichkeiten zwischen den Diensten in Hong Kong und dem Festland.

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