Google Chrome 25 mit Spracherkennung und mehr Sicherheit

Martin Maciej

Google poliert seinen hauseigenen Browser auf und veröffentlicht das Update auf Google Chrome 25. Die neue Version verbessert diverse Sicherheitsaspekte im Browser und führt die Web Speech API ein, mit der Anwendungen im Browser durch Stimmeingaben gesteuert und bedient werden können.

Google erhöht in der neuesten Version des Browsers die Sicherheit und verhindert, dass sich Browsererweiterungen ohne Wissen des Users in die Windows-Registry eintragen können. Somit werden Drittanbieter-Anwendungen vorerst deaktiviert. Nutzer, die Apps unter Windows aus externen Quellen nutzen möchten, müssen diese erst manuell aktivieren. Dies verhindert, dass ungewollt Erweiterungen installiert und ohne Wissen des Nutzers ausgeführt werden können. Für Linux sowie Mac-User wird dieses Feature in einer späteren Version nachgereicht.

Apps durch Spracheingabe steuern mit Google Chrome 25

Zudem führt Google die Web Speech API ein, mit welcher Entwickler Anwendungen mit einer Spracherkennung ausstatten können. Mit dieser Funktion müssen zum Beispiel E-Mails nicht mehr wie gewohnt mühsam per Hand eingegeben werden, sondern können einfach durch Stimmerkennung verfasst werden. Die Web Speech API wird Entwicklern als Werkzeug im Browser bereitgestellt, so dass in Zukunft vermehrt Spracheingaben für diverse Funktionen in Browser-Apps verwendet werden können. In einem kurzen Video wird die neue Funktion demonstriert.

Google Chrome 25 Web Speech API Screenshot

Google Chrome 25 führt die Web Speech API zur Spracherkennung ein

 

Neben den größeren Neuerungen wird in Google Chrome 25 die Unterstützung für WebGL und HTML 5 optimiert. Auch Entwicklern von Webanwendungen wird mit der neuen Version die Arbeit erleichtert.

Google schließt mit Chrome 25 diverse Sicherheitslücken

Weiterhin stopft Google mit dem Update insgesamt 22 Sicherheitslücken im Browser. Neun davon wurden als gefährlich eingestuft, der Rest als relativ gefährlich, bzw. harmlos. Allein das Ausbessern der Sicherheit sollte für Nutzer des Browsers ein Grund sein, die neueste Version zu installieren, um Gefahren am eigenen Computer zu vermeiden und eigene Daten zu schützen. Ausgenutzt werden die Sicherheitslecks durch das Aufrufen einer mit Malware infizierten Webseite. Mit dem Ausnutzen der Schwachstellen ist es Hackern ermöglicht, Befehle mit den Rechten des angemeldeten Nutzers auszuführen oder Abstürze des Browsers hervorzurufen. Findige Browsernutzer, die die relevanten Sicherheitsmängel entdeckt haben, wurden mit einer Prämie von 3500 US-Dollar belohnt. Dies ist ein weiterer Ausdruck, dass Google die Mitarbeit der Community bei der Entwicklung des Browsers schätzt. Bereits Ende Januar hat Google eine Belohnung von insgesamt 3 Millionen Dollar für Datengenies ausgelobt, die Sicherheitslücken im Betriebssystem Chrome OS aufspüren.

Nutzer, die den weltweit beliebtesten Browser Chrome als erste Alternative für das Surfen durch die weite Welt des Web verwenden, sollten mit dem Download von Google Chrome 25 sicherstellen, dass der Browser in der aktualisierten Fassung auf dem Computer liegt, um vor Gefahren beim Surfen geschützt zu sein und zudem zukünftig in den Genuss der neuen Spracherkennung im Browser zu kommen.

Auch Mozilla hat durch ein kürzlich veröffentlichtes Update auf Firefox 19 die Sicherheit am eigenen Computer gestärkt. Versucht eine externe Anwendung die eingerichtete Standarsuche im Browser zu verändern, werden User nun direkt darauf hingewiesen.

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