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Google: Neue Details zu Hacker-Angriff in China

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Google China
Anfang des Jahres machte die Nachricht von Hackerangriffen gegen Google in China die Runde. Laut neuen Erkenntnissen der New York Times, die sich auf einen anonymen Insider beruft, zielten die Angriffe von mutmaßlich chinesischen Hackern auf die Google-Zentrale im Dezember letzten Jahres auf das firmeneigene Identifizierungssystem Gaia ab. Gaia ist ein Kernstück des Google-Konzepts. Die Software macht es möglich, sich mit einer einzigen Identität bei den verschiedenen Diensten des Suchgiganten wie Google Mail, Picasa oder auch dem aufgekauften YouTube anzumelden.

google beijing
Gerade diese Zentralisierung des Accounts und die Ausrichtung auf Cloud-Computing mit Diensten wie Google Docs machten das Ziel für Hacker interessant, ließen sich doch so eventuelle Aktivitäten von Menschenrechtlern und anderen verdächtigen Personen verfolgen, so unabhängige Experten. Der Trick der Hacker sei bei diesem Eindringversuch gewesen, nicht direkt die Nutzerdaten zu attackieren, sondern sich die Software Gaia selbst zu beschaffen, um diese auf eigenen Servern auf Schwachstellen abklopfen zu können. Google Mail-Passwörter seien jedoch nicht erbeutet worden.

Google möchte zu den neuen Details keine Stellung nehmen und versichert, dass sämtliche in diesem Zusammenhang stehenden Sicherheitsprobleme gelöst wurden und man sich im Übrigen im Gegensatz zu vielen anderen Firmen äußerst transparent in der Sache gezeigt habe.

Im Januar dieses Jahres wurde bekannt, dass Google neben weiteren hauptsächlich im Silicon Valley ansässigen Firmen von mutmaßlich chinesischen Hackern attackiert wurde. Nicht bekannt waren bislang Umfang und Intention des Angriffs, in dessen Folge Google seinen Rückzug aus China angedroht und mit der Umleitung der Suchergebnisse auf die Dependance in Hong Kong teilweise wahr gemacht hat. In Hongkong werden Suchergebnisse nicht zensiert. Begründet wurde der Rückzug damals mit eben dieser Attacke und der Befürchtung, die chinesische Regierung könne es auf die Nutzerdaten von Menschenrechtsaktivisten abgesehen haben.

Bilder “Google Beijing, China” (2): Jens Schott Knudsen (cc)

Dieser Artikel stammt von Sebastian Sachse.

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