Google Doodle ehrt die südafrikanische Sängerin und Menschenrechtskämpferin Miriam Makeba

Martin Maciej

Regelmäßig schmücken die Entwickler von Google die Startseite der Suchmaschine mit einem persönlich gestalteten Logo. Diese als Google Doodle bekannten Verzierungen ehren wichtige Persönlichkeiten oder weisen auf historisch relevante Ereignisse hin. Heute präsentiert das Doodle, auf Deutsch „Gekritzel“, die Südafrikanerin Miriam Makeba.

Wurde vor kurzem noch der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer durch ein Doodle geehrt, präsentiert die Startseite nun eine exotischere Vertreterin der Weltgeschichte.

Makeba war eine südafrikanische Sängerin, die sich zur Zeit der Apartheid für die Menschenrechte in Afrika eingesetzt hat. Die auch als „Mama Afrika“ bekannte Sängerin trug mehr als 25 Namen, benannte sich jedoch selbst in „Miriam“ um.

Ihr Engagement gegen die Apartheid, z. B. das Mitwirken in dem Film Come Back, Africa  sorgte dafür, dass die Regierung Südafrikas die Einreise in das Heimatland verweigerte. Aus diesem Grund führte Miriam Makeba einen Großteil ihres Lebens im Exil in den USA und arbeitete dort an ihrer musikalischen Karriere. Erste Schritte in der Musikwelt unternahm Makeba unter anderem bei den „Cuban Brothers“ und den „Manhattan Brothers“.

Erfolgreiche Sängerin und Kämpferin gegen die Apartheid

Förderer ihrer musikalischen Leistungen war der berühmte US-amerikanische Entertainer Harry Belafonte. Der Durchbruch Makebas gelang mit dem Lied „Pata Pata“. 1962 ehrte Miriam Makeba den US-amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy mit einem Auftritt auf dessen Geburtstagsfeier.

Neben ihrer Karriere als Sängerin machte sich Makeba einen Namen durch ihren Kampf gegen die herrschende Apartheid in Südafrika, in welcher der südafrikanische Staat eine strikte gesellschaftliche Trennung nach Hautfarben vollzog.

1968 heiratete Makeba den Black-Power-Aktivisten Stokely Carmichael. In Folge dessen wurde sie vom FBI überwacht und verließ daraufhin die Vereinigten Staaten, um nach Guinea auszuwandern.

Im Rahmen des historischen Boxfights zwischen George Foreman und Muhammad Ali, der den Weg in die Geschichtsbücher unter der Bezeichnung „Rumble in the Jungle“ fand, trat die Menschenrechtskämpferin auf einem Konzert zusammen mit James Brown, The Spinners und B. B. King auf. 1988 sang sie zusammen mit Hugh Masekela beim Tribute Concert zu Ehren von Nelson Mandela. Auf Wunsch Mandelas kehrte sie schließlich nach drei Jahrzehnten im Exil in die südafrikanische Heimat nach Johannesburg zurück.

Einen Tag nach ihrem letzten Auftritt erliegt Makeba einem Herzinfarkt

Ihren Rücktritt aus dem Showgeschäft gab Makeba Ende 2005 bekannt. Das Konzert zum Abschluss ihrer Karriere gab sie in Würzburg am 25. Mai 2006 anlässlich des 18. Africa Festivals. Den letzten Auftritt auf der großen Bühne hatte Makeba schließlich  am 9. November auf einer Benefiz-Veranstaltung für den Anti-Mafia-Aktivisten und Autor von „Gomorrha“ Roberto Saviano in Italien. Nach dem Auftritt erlitt Makeba einen Herzinfarkt und starb einen Tag später im Alter von 76 Jahren.

Am heutigen Montag hätte „Mama Afrika“ ihren 81. Geburtstag gefeiert. Mit dem Doodle ehrt Google die politisch aktive Sängerin.

Wer noch einmal in der Doodle-Historie stöbern und einen Blick auf weitere Jubiläen werfen möchte, die Google einer Erwähnung wert waren, kann dies im Doodle-Archiv tun.

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