Google entfernt Autocomplete für Rapidshare & Co.

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Die Medienindustrie darf aufatmen, Raubkopierer können einpacken: One Click-Hoster, Torrent-Clients und Tauschbörsen erhalten bei der Googlesuche kein Autocomplete mehr und sind damit von nun an praktisch unauffindbar.

Nein, natürlich nicht. Googles Maßnahme, Nutzern bei der Suche nach einer Tauschbörse keine Wortvollendung mehr zu verpassen, dürfte eher symbolisch gemeint sein. Gegenüber golem.de erklärt Deutschlands Googlesprecher Kay Oberbeck, das Unternehmen könne “bei bestimmten Autocomplete-Begriffen erkennen, dass sie zu Seiten führen, für die vermehrt Urheberrechtsverstöße vorliegen”. Dem kann man zwar kaum Einhalt gebieten, aber aktiv mithelfen möchte man dabei wohl auch nicht. Angekündigt wurde diese Maßnahme bereits vergangenen Monat, nun wurde sie umgesetzt. Weitere Maßnahmen zur Beruhigung der Content-Industrie sind die Versicherung, illegale Inhalte auf Google-Servern innerhalb von 24 Stunden zu löschen oder Seiten zu entfernen, die illegale Inhalte verbreiten.

Eine Zensur ist die Autocomplete-Entfernung natürlich nicht. Die entsprechenden Begriffe (dazu zählen unter anderem Utorrent, Bittorrent und Rapidshare) werden nicht gänzlich aus dem Index gelöscht. Wer es vollbringt, das Wort ganz auszuschreiben, bekommt dennoch alle Suchresultate angezeigt. Nicht einmal das ist nötig, eine Suche nach zum Beispiel Rapids ist so eindeutig, dass der Dienst dennoch als erstes gelistet wird. Eine gänzliche Sperrung wäre auch höchst problematisch, schließlich ist die Seite legal. Gelöscht wird ein Suchergebnis erst, “wenn ein rechtsverbindlicher Titel wegen Urheberschutz-Verletzung vorliegt”, so Oberbeck weiter.

Noch vor wenigen Jahren gab es überhaupt kein Autocomplete, getauscht wurde trotzdem. Es bleibt abzuwarten, mit welchen Maßnahmen dem in Zukunft begegnet werden soll.

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