Google greift Microsoft an - Chrome OS ist fertig

Shu On Kwok
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Mit dem schlanken Browserbasierten Betriebssystem hat Google den Frontalangriff auf Microsoft eingeleitet. Ab den 15. Juni stehen die ersten Notebooks mit Chrome OS im Handel.

Zum Start werden die Chromebooks genannten Notebooks mit Chrome OS aus dem Hause Samsung und Acer kommen. Binnen 8 Sekunden sollen der Bootvorgang abgeschlossen sein und der Akku soll einen ganzen Tag halten, bevor man das Chromebook wieder an die Steckdose hängen muss.

Mit Chrome OS ist ein Betriebssystem am Markt der ständig sich selbst aktualisiert und Neuerungen werden sofort eingespielt, ohne das der Nutzer erst auf ein Service Pack warten muss. Diese Aussage von Google ist natürlich direkt auf Microsoft und das Windows Betriebssystem abgezielt.

Mit Chrome OS muss der PC-Nutzer aber nun umdenken. Alles wird in der Cloud gespeichert. Google sagt dazu, dass dadurch die Chromebooks sicherer sind als konventionelle Notebooks mit Windows Betriebssystem, bei denen die Daten lokal auf der Festplatte liegen. Ist das Notebook weg, zerstört oder das System ist nicht mehr wiederherzustellen, dann sind die Daten auch weg. Mit einem Chromebook kann die Hardware versagen, aber die Daten liegen sicher in der Cloud.

Die neuen Chromebooks sind gegenüber dem Prototyp CR-48 verbessert worden. Ein neues besseres Trackpad wurde verbaut und im Inneren kommt nun ein Dual-Core-Prozessor von Intel zum Einsatz.

Google bietet für Chrome OS zahlreiche Webapplikationen an die auch als Dateihandler fungieren. In diesen Anwendungen werden Dokumente bearbeitet und können dann sofort in der Cloud abgespeichert werden. Die APIs dazu legt Google offen, so dass auch andere Anbieter sie nutzen können. Dropbox wurde schon als einer der ersten Anbieter genannt, die Googles API verwenden werden.

Was ist aber wenn mal keine Internetverbindung besteht? Google  hat hart daran gearbeitet, das die wichtigsten Applikationen auch offline genutzt werden können. Google Mail, Google Docs und Google Kalender sollen im Laufe des Jahres in einer Offlineversion zur Verfügung stehen.

Chromebook: die Hardware

Als Hardwarepartner standen Intel, Samsung und Acer Google bei der Entwicklung des Chromebooks beiseite. Samsungs Chromebook wird mit einem 12,1-Zoll-Display, das 1.280 x 800 Pixel auflöst ausgestattet und wiegt 1,48 kg. Im Betrieb soll das koreansiche Chromebook acht Stunden laufen. Der Preis für dieses Chromebook liegt bei 429 US-Dollar.

Acers Chromebook ist etwas kleiner. Es verfügt über ein 11,6-Zoll-Display, wiegt nur 1,34 kg. Sechs Stunden soll das taiwanische Chromebook laufen. Das Acer Gerät fängt preislich ab 499 US-Dollar an. Acer bietet aber noch Konfigurationsmöglichkeiten an, die den Preis nach oben treiben.

Beide Chromebooks sind mittlerweile auch bei Amazon USA zu bestellen. Deutsche Preis stehen leider noch nicht fest, aber ab den 15. Juni sollen die Chromebooks auch in Deutschland erhältlich sein.

Die Kollegen der amerikanischen Webseite Thisismynext.com haben das Samsung Chromebook schon während der Google I/O testen können und auch ein erstes Hands on Video online gestellt, dass ihr Euch hier anschauen könnt.

 

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