Google I/O Keynote: Die Highlights – ein Android für alle, Google Music und Movie

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Die Entwicklerkonferenz von Google wird langsam zu einem kleinen Medienspektakel. Alle wollen natürlich wissen, was der Suchmaschinengigant für das laufende Jahr an Produktneuerungen veröffentlichen will. 2011 dreht sich alles um Android OS, hier vor allem soll der Endanwender mehr Transparenz und Klarheit bekommen. Statt ein Smartphone-OS und ein Tablet-OS wird es in Zukunft nur noch ein Betriebssystem für vielfältige Gerätekategorien geben. Und die Update-Politik wird gestrafft. Was noch alles  kommen wird, erfahrt ihr in unserer Zusammenfassung der Google I/O-Keynote.

Die Keynote kam bei uns in Deutschland stellenweise nur mit Problemen an. Der Live-Stream schien überlastet zu sein, so dass nicht alle die Keynote von der Google I/O in Echtzeit mitverfolgen konnten. Aber zum Glück gab es den Live-Blog von uns in Zusammenarbeit mit Androidnews.de, so konnten wir euch die meisten Highlights in schriftlicher Form schnell liefern – hier noch einmal in der ausführlichen Zusammenfassung.

Android OS: Aus zwei mach eins

Wer sich heute eine Android-Endgerät anschafft, der wird von verschiedensten Android-Versionen verwirrt. Grob gesagt gibt es zwei Haupt-Betriebssysteme. Andorid 2.x ist für Smartphones gedacht – und für den immer stärker wachsenden Markt der Tablets gibt es mit Android 3.x eine eigene Variante. Dieses Verwirrspiel soll zum Ende des Jahres mit Ice Cream Sandwich aufhören und sogar noch weiter ausgebaut werden – das neue Betriebssystem soll auch auf Geräten für Google TV eingesetzt werden können. Schon mit Android 3.1, das in den nächsten Wochen erscheinen wird, will Google langsam die Verschmelzung von unterschiedlichen Produktgruppen vorantreiben. Android 3.1 wird nicht nur auf Tablets eingesetzt, sondern auch Google TV ausgestattet werden. Die Produktion von Google-TV-Endgeräten wurde Anfang 2011 eingestellt, weil Google selbst mit der Version nicht zufrieden war und zahlreiche Medienwebseiten die Settop-Box von Google auch ausgesperrt haben.

Dank Android 3.1 wird Google TV auch endlich USB-Speichermedien erkennen, da diese Version von Android nun auch offizielle USB-Host-Treiber enthält. Neben externen Speichermedien kann man dann auch über die Google TV Settop Box endlich in den Android Market nach Anwendungen suchen und sicher auch Videos kaufen oder leihen können. Fraglich ist, ob Google TV mit 3.1 auch endlich außerhalb der USA erhältlich sein wird. In Zukunft müssen sich

und Geräte wie die
von D-Link warm anziehen.

Updates, Updates und endlich wieder Updates

Android-Nutzer wurden immer verwirrt, wenn ein Update des Betriebssystems angekündigt wurde. Bekommt das eigene Handy auch wirklich die neue Version von Android? Oder wird das eigene Gerät nicht unterstützt? Google hat zusammen mit den wichtigsten Endgeräteherstellern und den US-Netzbetreibern eine Richtlinie erarbeitet, die festlegt wie schnell Geräte ein Update erhalten. Für Android-Nutzer bedeutet das, dass wenn Google eine neue Version des Betriebssystems veröffentlicht, die Hersteller diese auch schnell und zeitnah für die Endgeräte zur Verfügung stellen.

Android-Zubehör bekommen einen Standard

Plug & Play für Android soll umgesetzt werden. Wie einst bei den PCs. Geräte, die mit einem Androi- Gerät kommunizieren können, sollen auch unmittelbar erkannt werden. Dadurch eröffnen sich unendlich viele neue Anwendungsmöglichkeiten. Da Arduino eine Open Source Hardware-Plattform ist, wird sich um das ADK sicher schnelle eine lebhafte Entwickler-Gemeinde bilden.

US-only! Movie Rental und Google Music

Schade: die beiden Highlights, die uns unmittelbar als Webnutzer interessieren, werden erstmal nur in den USA verfügbar sein. Im Falle von Google Music sogar nur per Einladung. Worum es sich bei Google Music handelt, könnt ihr bei unseren Kollegen von Androidnews.de genauestens nachlesen.

Der Videoverleih-Service für den Android Market wird auch erstmal nur in den USA verfügbar sein. Die Details erinnern sehr stark an YouTube Movie Rental: Filme können für 30 Tage ausgeliehen werden, und sobald man den Film anfängt zu schauen, wird ein 24-Stunden-Counter gestartet. In diesen 24 Stunden kann man dann den Film so oft genießen, wie man will. Ein Film kostet im günstigsten Fall 1,99 US-Dollar und kann bis zu 4,99 US-Dollar hochgehen. Offizielle Preise sind das nicht, sondern die haben wir aus der Keynote-Demonstration erspäht.

Mehr für Entwickler: Android @ Home

Mittlerweile sollte jeder, der ab und zu Fernsehen sieht, wissen, dass Heimvernetzung eine grandiose Sache ist. RWE Smarthome flimmert über die Bildschirme in deutschen Haushalten und man sieht Stromberg, wie er das Licht per Smartphone ein- und ausschaltet. Google will mit Android auch in diesen Markt und kann mit einem Open-Source-System natürlich bei den Herstellern von Heimvernetzung punkten. Bis aber wirklich Geräte mit Android @ Home erscheinen, wird noch etwas Zeit vergehen.

Falls ihr die gesamte Keynote (Dauer ca. 54 Minuten) noch einmal als Video anschauen wollt, dann könnt ihr dieses nun hier bei uns auf Winload.de.


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