Google I/O: "Wir haben's versaut"

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Zum WLAN-Debakel beim Street View-Projekt, das in der letzten Woche offenkundig wurde, fand Google-Mitgründer Sergey Brin deutliche Worte.

"We screwed up", so sagte Sergey Bin wörtlich auf einer Presseveranstaltung während der Google I/O-Entwicklerkonferenz. Befragt wurde er zuvor zum Street View-Debakel, bei dem man eingestehen musste, aus Versehen Nutzerdaten aufgezeichnet zu haben. "Da gibt es nichts zu entschuldigen", so Brin weiter.

Es gebe zwar interne Kontrollen, die derlei Vorkommnisse verhindern sollen, aber diese hätten "offensichtlich" nicht ausgereicht. Die nötigen Mittel würden aber weiter ausgebaut. "Vertrauen ist sehr wichtig für uns, und wir tun alles, um dieses zu erhalten", schließt er das Statement.

Nach der Konferenz wurde der Mitgründer des Suchgiganten von searchengineland.com gefragt, ob es einer gemeinsamen Kraftanstrengung der Internetindustrie bedürfe, um das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen. Schließlich gerieten neben Google auch andere Unternehmen wie zum Beispiel Facebook aufgrund ihrer nachlässigen Datenschutzpolitik unter Beschuss.

Brin sei der Idee nicht grundsätzlich abgeneigt, jedoch müsse man zunächst dafür sorgen, sein eigenes Haus in Ordnung zu halten, dies gelte ebenso für die anderen Unternehmen. Von einer gemeinsamen Arbeit verspreche er sich nicht viel, da die Probleme, mit denen man konfrontiert sei, doch recht unterschiedlich sein können.

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