Google löscht private Profile

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Bei Google weiss man wohl immer noch nicht so recht, wie man auch im Bereich der sozialen Netzwerke mitspielen kann. Eines ist aber klar: so lange Nutzer ihre Profile vor anderen verstecken können, wird das nichts. Konsequenterweise werden die auf privat gestellten Nutzerseiten demnächst gelöscht.

Eigentlich haben die Google-Profile, die erst vor kurzem ein wenig aufgehübscht wurden, enormes Potential. Dahinter steckt mit Google schließlich der so ziemlich größte Anbieter von Cloud-Diensten wie Bild- und Videoarchiven, Kalender, E-Mail, Straßenkarten undundund. Angesichts dessen nehmen sich die Profile, die man bei Kontoerstellung anlegen kann, äußerst zurückhaltend aus. Lediglich der Picasa-Account lässt sich (inzwischen erzwungenermaßen) anbinden, und auch das gescheiterte Soziale Netzwerk Buzz kann man hinzuschalten. Aber schon die Eintragung von persönlichen Daten wie Hobbies ist äußerst karg.

Insofern ist es kein Wunder, dass die Google-Profile nicht sonderlich angenommen werden. Für einige mag das Profil noch als Startseite herhalten, von dem aus man seine Google-Cloud verwaltet – so dass das Profil gar nicht für die Öffentlichkeit sein soll. Doch da macht Google den Nutzern nun einen Strich duch die Rechnung: Auf privat gestellte Profile werden zum 1. August diesen Jahres gelöscht. In einem Statement heisst es:

“Sollten Sie derzeit über ein privates Profil verfügen und dieses nicht öffentlich machen wollen, dann können Sie es löschen. Oder Sie tun einfach gar nichts. Alle privaten Profile werden nach dem 31. Juli 2011 gelöscht.”

Kurios, denn weiter oben heisst es noch: “Der Dienst Google Profile soll Ihnen die Verwaltung Ihrer Online-Identität ermöglichen.” Offenbar möchte man jedoch weg davon und hat noch größeres mit den Google-Profilen vor.

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