Google mit neuen Funktionen: Bilder hochladen, Spracheingabe, Ergebnisse im Voraus laden

Peer Göbel

Auf dem heutigen Suchmaschinen-Event “Inside Search” hat Google neue Funktionen für seine Internetsuche vorgestellt. Die von Smartphones bereits bekannte Spracheingabe ist nun auch mit dem Chrome-Browser verfügbar, bei der Bildersuche können jetzt Fotos hochgeladen werden (und dann von Google untersucht), und in Zukunft werden die Suchergebnisse schon im Hintergrund geladen – um die Suche noch schneller zu machen.

1. Bildersuche

Google erweitert die Bildersuche auf images.google.com um eine Hochlade-Funktion – und bringt damit quasi die Smartphone-App “Google Goggles” auf den Desktop. In der Eingabezeile gibt es nun ein Fotoapparat-Symbol. Wer darauf klickt, kann ein Bild hochladen und damit die Suche beginnen. Alternativ dazu kann man auch aus dem Web ein Bild einfach per Drag&Drop rüberziehen.

Bisher kann Google drei Arten von Bildern analysieren: Orte, Kunst und Tiere. Wer etwa ein Urlaubsbild mit einer Sehenswürdigkeit hochlädt, erhält Informationen zu dem abgebildeten Ort. Diese Art der Suche ist gedanklich unbegrenzt erweiterbar – seien es Produkte oder am Ende auch Menschen: Bild hochladen, und Google liefert per Gesichtserkennung alle Daten über die Person.

2. Spracheingabe

Auf Smartphones erfreut sich die Internetsuche durch Spracheingabe schon länger einiger Beliebtheit. Nun baut Google die Funktion auch für den Desktop ein – allerdings nur in seinen Chrome-Browser. Mit einem Klick aufs Mikrofon in der Suchzeile kann der Suchbegriff aufgenommen werden. Bisher funktioniert die Spracheingabe aber im Netz nur auf Englisch. Außerdem scheint mir die Funktion für den täglichen Gebrauch nicht unbedingt einleuchtend; klar, auf dem Smartphone ist Tippen eine nervige Sache, aber am Rechner geht das doch durchaus schneller als eine Spracheingabe, die unter Umständen eher fehlerhaft ist. Tablets könnten aber auch durchaus davon profitieren.

3. Suchergebnisse im Voraus laden

Die dritte Neuerung ist ebenfalls nur mit Googles Chrome-Browser verfügbar, in der Version 13, die noch in dieser Woche den Beta-Status erreichen soll. Mit “Instant Pages” wird das wahrscheinlichste Suchergebnis schon mal im Hintergrund geladen. Wenn der User dann auf den Link klickt, ist die Seite sofort da. Das spart jedes Mal einige Sekunden.

Der Suchmaschinenkonzern stellte außerdem einige praktische Neuerungen zur mobilen Suche vor. Die komplette Präsentation mit einigen Hintergrundinformationen kann man auf der Seite des Google-Blogs nachverfolgen. Einige Tipps zum schnelleren Suchen haben wir auch hier zusammengestellt.

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