Google Offers: Dienst zur Schnäppchensuche bestätigt

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Google wird nach der gescheiterten Groupon-Übernahme einen eigenen Schnäppchenführer auf den Markt bringen. Google Offers kommt zwar spät, genießt dafür dann die üblichen Vorteile, die die Marktstellung des Unternehmens nun einmal mit sich bringt.

Google hat einen Bericht auf mashable.com bestätigt, laut dem der Konzern einen Dienst zur Schnäppchensuche im Internet plant. Mit Google Offers sollen, ähnlich wie zum Beispiel beim Marktführer groupon.com, Kunden auf Angebote in der Umgebung aufmerksam gemacht werden. Darüber hinaus kann man sein Interesse an einem Angebot bekunden. Finden sich genügend Interessenten, wird der Preis weiter gesenkt. Das Pfund, mit dem Google gegenüber der Konkurrez wuchern möchte, ist die Integration in bestehende Google-Dienste. Die Bezahlung soll beispielsweise via Google Checkout funktionieren (welches für den deutschen Markt aufgrund des Kreditkartenzwangs jedoch weiterhin recht unattraktiv bleibt). Auch Google Mail, Google Reader und das Stiefkind Google Buzz sollen genutzt werden, ebenso externe Dienste wie Facebook oder Twitter. Die Voraussetzungen sind also nicht die schlechtesten. Offizielle Daten zum ganzen Projekt gibt es noch nicht, weswegen auch noch nichts zu einem eventuellen Deutschlandstart bekannt ist.

Im vergangenen Dezember hat Google vergeblich versucht groupon.com zu übernehmen. Google bot 6 Milliarden Dollar, mittlerweile wird groupon.com mit 15 Milliarden Dollar bewertet und plant den Gang an die Börse. Nun ist man bei Google im Gespräch mit kleinen Unternehmen, die man von den Vorzügen Google Offers überzeugen möchte. Als einziges Detail sickerte bislang durch, dass Google zunächst nur 80 % an die Unternehmen weitergibt, die restlichen 20 % jedoch innerhalb von 60 Tagen hinterherschickt. So sollen Ausgaben aus Reklamationen aufgefangen werden.

Kuriosum am Rande: Ganz ähnlich wie Groupon funktionierte vor etlichen Jahren auch das Unternehmen letsbuyit.com, welches nunmehr ein Vergleichsportal ist. Verantwortlich zeichnete sich seinerzeit Entrepeneur Kim “Kimble” Schmitz, der in vielerlei Hinsicht als Symbol für die Dotcom-Blase anfangs der 2000er-Jahre stand. Zu diesem verdichten sich nun die länger brodelnden Gerüchte, dass er hinter dem One-Clock-Hoster megaupload.com steckt.

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